Sport : Dinge ändern sich

Angelique Kerber klettert in der Weltrangliste.

Mehr Kraft. Angelique Kerber steht erneut in einem Halbfinale. Foto: dpa
Mehr Kraft. Angelique Kerber steht erneut in einem Halbfinale. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Nachdem Angelique Kerber einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere erlebt hatte, richtete die Tennisspielerin aus Kiel eine Kampfansage an ihre in diesem Jahr noch unbesiegte Halbfinalgegnerin Victoria Asarenka. „Ich habe im nächsten Match nichts zu verlieren. Ich will das Spiel genießen und selbstverständlich versuchen zu gewinnen“, sagte Kerber nach ihrem 6:4, 6:2-Sieg gegen die chinesische Weltranglistenachte Li Na im Viertelfinale von Indian Wells.

Bei ihrem dritten Sieg gegen eine Top-Ten-Spielerin und dem ersten gegen Li Na beeindruckte die 24-Jährige, die in der Weltrangliste einen Sprung von Position 19 unter die besten 15 machen wird, mit Courage und Kampfgeist. „Ich habe einfach versucht, mich gut zu bewegen, lange, tiefe Bälle zu spielen, aggressiv zu sein und mich auf mich zu konzentrieren“, sagte Kerber. Im Gegensatz zu ihren zwei vorherigen Spielen, als sie jeweils Matchbälle hatte abwehren müssen, brauchte sie gegen die French-Open-Siegerin keine Nervenstärke zu beweisen. Kerber, die vor einem Monat in der Halle in Paris ihren ersten Turniersieg gefeiert hatte, nutzte fünf ihrer neun Breakmöglichkeiten und verwandelte nach 84 Minuten den Matchball.

Li Na gab zu, die von ihr in allen drei vorhergehenden Duellen besiegte Deutsche unterschätzt zu haben: „Das letzte Mal habe ich vor zwei Jahren gegen sie gespielt, aber in zwei Jahren können sich viele Dinge ändern.“ Im Fall von Angelique Kerber reichte schon ein Jahr. Noch Ende 2010 wurde die gebürtige Bremerin auf Position 47 der Weltrangliste geführt. Der steile Aufstieg begann, nachdem sie sich zu einem konsequenten Athletiktraining in der Offenbacher Tennisakademie von Alexander Waske und Rainer Schüttler entschlossen hatte.

Prompt erreichte Kerber das Halbfinale der US Open, in den vergangenen zwölf Turnieren stand sie siebenmal im Halbfinale. Die bevorstehende Aufgabe am Freitag könnte für Kerber nun aber schwerer nicht sein. Die Weltranglistenerste Victoria Asarenka verlängerte beim 6:0, 6:2 im Viertelfinale gegen die chancenlose Polin Agnieszka Radwanska ihre Serie 2012 auf 21 Siege. dapd

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