Sport : Direktor für Sport oder Technik

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Heute berät das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) darüber, wer das neu zu schaffende Amt des Technischen Direktors bekleiden soll. So wird der Posten in der Ankündigung des DFB für die außerordentliche Sitzung in Frankfurt am Main bezeichnet – und nicht als Sportdirektor . Unter diesem Titel war die Stelle im Herbst Fußballtrainer Matthias Sammer angeboten worden. Damals wollte Sammer den Job nicht, weil er eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga der Verantwortung für Bereiche wie Nachwuchsförderung, Leistungszentren und Trainingslehre beim DFB vorzog.

Für Bundestrainer Klinsmann und Nationalmannschafts-Manager Bierhoff gehören diese Aufgaben in den Verantwortungsbereich eines Mannes, den sie seit Sammers Absage Technischer Direktor nennen und der ihrer Meinung nach keineswegs aus dem Fußball kommen muss – wie Hockey-Bundestrainer Peters . Nach Klinsmanns Stellenprofil ist keine „Arbeit am Mann“ nötig, es geht um die konzeptionelle Arbeit in der Nachwuchsförderung. Der DFB, allen voran der Geschäftsführende Präsident Theo Zwanziger, will dagegen einen Sportdirektor. Einen wie Sammer, der den richtigen „Stallgeruch“ (Zwanziger) hat und im Notfall auch die Nationalelf trainieren könnte.

Die Wahl des Begriffs Technischer Direktor in der DFB-Mitteilung ist also nicht als ein Zeichen dafür zu verstehen, dass der DFB plötzlich Peters favorisiert. Denn Zwanziger und nun auch Franz Beckenbauer, der als Organisationschef der WM im DFB-Präsidium sitzt, sprachen sich für eine Doppelspitze aus, wie sie der DFB auch mit seinen Präsidenten Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder praktiziert. klapp

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