• Diskussion um Sicherheit in EM-Stadien Mehr als 40 Verletzte bei Krawallen in der Schweiz

Sport : Diskussion um Sicherheit in EM-Stadien Mehr als 40 Verletzte bei Krawallen in der Schweiz

Basel - Nach schweren Ausschreitungen bei Fußballspielen am Wochenende in Basel und Bern ist in der Schweiz eine Diskussion um die Sicherheit in den Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft in kommenden Sommer entbrannt. „Es gibt Optimierungsbedarf“, sagte der Schweizer Turnierdirektor Christian Mutschler der Nachrichtenagentur SDA, nachdem am Freitagabend bei Krawallen mehr als 40 Fans verletzt worden waren. Es sei an der Zeit, dass man dies anpacke. Mutschler kündigte an, dass bei EM-Spielen die Stadien schon drei Stunden vor Spielbeginn geöffnet würden, „damit genug Zeit für die Kontrollen bleibt“.

Dagegen sieht Martin Jäggi, der Schweizer Sicherheitschef der EM, keinen Handlungsbedarf. „Wir ändern nichts an unserem Konzept. Unser Konzept ist sicher“, sagte er im Schweizer Fernsehen. Er sei überzeugt, dass solche Bilder bei der EM nicht zu sehen sein würden – schon deshalb, weil zu Spielen der Nationalmannschaft ein anderes Publikum komme. Benedikt Weibel, der Delegierte des Bundesrates für die Fußball-EM, erklärte in einem Interview mit der Zeitung „Sonntag“, man habe die Sicherheit „im Griff“.

Beim Spiel zwischen Basel und dem Zürich im Baseler EM-Stadion St. Jakob Park waren insgesamt 45 Personen verletzt worden, drei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Polizei war es während des Spiels, das Basel mit 4:0 gewann, zu Übergriffen gekommen: Fans des FC Zürich warfen ins bengalische Fackeln und Feuerwerkskörper auf Basler Zuschauer. Nach dem Spiel kam es zu weiteren Schlägereien und Sachbeschädigungen. Die insgesamt zwölf festgenommenen Personen wurden nach Angaben eines Polizeisprechers inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

In Bern setzte die Polizei nach dem Spiel der Young Boys gegen Xamax Neuchatel Gummischrot und Reizgas gegen Anhänger beider Klubs ein. Außerhalb des Stadions war es zu Ausschreitungen gekommen. Ein Polizist musste mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. dpa

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