Sport : Doch Bierhoff macht sich Sorgen

Am Tag danach jammerte der "Corriere dello Sport": "Milan fast draußen, jetzt hilft nur noch ein Wunder." 1:1 hatte der AC Mailand gegen den FC Chelsea gespielt - ein Sieg hätte es sein müssen, um aus eigener Kraft den Einzug in die Zwischenrunde der Champions League schaffen zu können. "Bis heute hatten wir es selbst in der Hand, jetzt liegt alles an den anderen", sagte Trainer Alberto Zaccheroni. In der Tat steckt Milan in einer verzwickten Lage: Mit sechs Punkten liegt der Italienische Meister vor dem abschließenden Gastspiel bei Galatasaray Istanbul nur auf Rang drei. Chelsea und Hertha (beide acht) reicht im direkten Duell in London ein Remis zum Weiterkommen. "Die Tabelle macht uns Sorgen", gab auch Oliver Bierhoff zu. "Außerdem ist Galatasaray nach dem Sieg in Berlin hochmotiviert und wittert die Chance, doch noch in den Uefa-Cup zu kommen." Und dazu reicht ein Sieg gegen Mailand.

Bierhoff hatte Milan in der 74. Minute mit einem Kopfballtor nach Flanke des Brasilianers Serginho in Führung gebracht. Doch nur drei Minuten später riss Dennis Wise mit seinem Ausgleichstreffer Milan aus allen Träumen. "Wir hätten uns nach dem 1:0 intelligenter anstellen müssen", kritisierte Bierhof. "Ich hoffe, mein Tor war nicht umsonst." Chelseas Trainer Gianluca Vialli feierte die erfolgreiche Rückkehr in die Heimat ausgelassen, versprach seinen Landsleuten aber: "Ein Remis gegen Hertha? Nein, wir werden alles tun, um zu gewinnen. Mit dem Rechenschieber zu arbeiten, ist nicht die englische Mentalität."

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