Sport : Doch noch weiter

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Seogwipo (dpa). Rudi Völler musste lange warten, ehe sein Gegner fürs Achtelfinale feststand. Der DFB-Teamchef sah am Mittwoch einen schwer erkämpften 3:1 (0:1)-Sieg Paraguays über Slowenien. Erst durch den Schlusspfiff stand fest, dass die Südamerikaner, für die die eingewechselten Nelson Cuevas (66., 84.) und Jorge Campos (74.) die Tore schossen, als Zweiter der Gruppe B in Runde zwei auf die deutsche Nationalmannschaft treffen. Milenko Acimovic (45.) hatte die Slowenen, die bereits zuvor ausgeschieden waren, vor 32 000 Zuschauern in Führung gebracht.

 Paraguays Mittelfeldspieler Carlos Paredes sah in der 22. Minute wegen wiederholten Foulspiels gelb-rot. Am Ende der dramatischen Partie musste ein massives Polizeiaufgebot auf den Rängen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Anhängern schlichten. Nastja Ceh (Slowenien) erhielt neun Minuten vor dem Abpfiff ebenfalls wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

   Die Südamerikaner verdankten ihre Weiterkommen einer enormen kämpferischen Steigerung in der Schlussphase. Mit dem frühen Platzverweis für Paredes waren die Hoffnungen auf ein Weiterkommen schon fast begraben. Den endgültigen psychischen Knacks schien Paraguay kurz vor dem Wechsel ausgerechnet ihr Kapitän versetzt zu haben. Torhüter Jose Luis Chilavert sah beim Führungstor der Slowenen äußerst schlecht aus. Acimovic umkurvte im Strafraum gleich mehrere Gegner, ehe er den Ball durch Chilaverts Beine hindurch ins Tor schoss.

   Die Slowenen, bei denen Cheftrainer Srecko Katanec sein Abschiedsspiel nach einer Bestrafung durch die Fifa von der Tribüne aus verfolgen musste, versuchten gleich nach dem Wiederanpfiff nachzulegen. Aber Chilavert zeigte sich bei sehenswerten Schüssen von Mladen Rudonja und Milan Osterc auf seinem Posten. Bei einem Lattentreffer des agilen Acimovic hatte er das Glück auf seiner Seite.   Die mangelhafte Chancenverwertung rächte sich. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung schloss Cuevas eine sehenswerte Einzelaktion zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich ab. Der ebenfalls erst spät ins Spiel gekommene Campos überwand Dabanovic mit einem Distanzschuss und nährte so die Hoffnungen auf Runde zwei. Und mit dem zweiten Tor von Cuevas wurden diese Hoffnungen dann auch erfüllt.

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