Dokumentiert : Todesfälle auf dem Sportplatz

Am Dienstagabend brach der 20 Jahre alte Handball-Profi Sebastian Faißt bei einem WM-Vorbereitungsspiel der deutschen U-21-Auswahl in Schaffhausen gegen die Schweiz zusammen und starb wenig später. Immer wieder gibt es solche plötzlichen Todesfälle von Sportlern bei der Ausübung ihres Sports. Eine Dokumentation.

Februar 1993: Fußball-Profi Michael Klein von Bayer 05 Uerdingen bricht beim Training bewusstlos zusammen und stirbt. Schuld am Tod des 33-jährigen Rumänen waren vermutlich Herz-Kreislauf-Versagen und ein beginnender Infekt der Lunge.

November 1995: Der russische Eiskunstläufer Sergej Grinkow, Doppel-Olympiasieger im Paarlaufen, stirbt im Alter von 28 Jahren in der „Olympic Arena“ von Lake Placid. Bei einer Hebefigur im Training mit Partnerin und Ehefrau Ekaterina Gordejewa bricht Grinkow tot zusammen.

September 1996: In Frankreich erliegen in Franck Sarrabayrouse (25) und William Disciullo (29) an einem Spieltag zwei Amateurspieler auf dem Spielfeld einem Herzinfarkt.

August 1997: Der Nigerianer Emmanuel Nwanegbo vom Regionalligisten SSV Reutlingen bricht während der Partie gegen den SC Weismain bewusstlos zusammen und stirbt kurz darauf an einem Herzinfarkt.

April 1998: In der Nacht zum 25. April stirbt Fußball-Profi Axel Jüptner vom FC Carl Zeiss Jena in einer Klinik in Bad Oeynhausen an Herzversagen. Drei Tage zuvor war der 28-Jährige Mittelfeldspieler nach leichtem Training im Auto seiner Frau zusammengebrochen.

Juni 1998: Fußball-Amateurtorwart Markus Paßlack von Fortuna Düsseldorf erligt während eines Probetrainings in Ulm einem Herztod.

September 1998: Der Bobfahrer Lars Bolte stirbt im Alter von 31 Jahren beim Training in Altenberg an Herzversagen.

Oktober 1998: Eishockey-Profi Stephane Morin von den Berlin Capitals erleidet einen plötzlichen Herztod. Der 29-Jährige Kanadier hatte im DEL-Spiel bei den Revier Löwen in Oberhausen in der 25. Minute auf der Auswechselbank einen Herzstillstand erlitten und war ins Koma gefallen.

Dezember 1998: Eishockey-Profi Jaroslav Hauer vom ERC Selb bricht im Erstligaspiel beim EHC Straubing im ersten Drittel bewusstlos zusammen. Trotz intensiver medizinischer Versorgung stirbt der 36 Jahre alte Tscheche noch in der Kabine.

Februar 2000: Der 17-jährige Nigerianer John Ikoroma stirbt während eines Freundschaftsspiels in den Vereinigten Arabischen Emiraten an einem Herzinfarkt.

August 2000: Innerhalb von zwei Wochen brechen im hessischen Fußball-Kreis Waldeck drei Amateurspieler auf dem Platz tot zusammen. Ein 16-Jähriger stirbt beim Training, ein 30-Jähriger und ein 42-Jähriger während eines Spiels.

Oktober 2000: Der rumänische Nationalspieler Catalin Haldan (24) von Dinamo Bukarest erleidet während eines Freundschaftsspiels einen Gehirnschlag und stirbt.

Juni 2003: Kameruns Nationalspieler Marc-Vivien Foé bricht im Halbfinale um den Confederations Cup in Lyon gegen Kolumbien mit Herzversagen zusammen und stirbt wenig später.

Januar 2004: Der ungarische Nationalspieler Miklos Feher bricht im Spiel der portugiesischen Meisterschaft zwischen Vitoria Guimaraes und Benfica Lissabon zusammen und stirbt wenig später.

August 2007: Antonio Puerta vom UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla erleidet im Ligaspiel gegen den FC Getafe einen Herzstillstand. Nach dreitägigem Koma stirbt der 22-Jährige.

Februar 2009: Kamila Skolimowska, die Hammerwurf-Olympiasiegerin von 2000, stirbt bei einem Trainingslager in Portugal in der Sporthalle. Ein Verschluss der Lungenaterie ist laut Obduktion für den Tod der 26-Jährigen verantwortlich.

März 2009: Sebastian Faißt vom Handball-Bundesligisten bricht bei einem Länderspiel der deutschen U-21-Mannschaft in der Schweiz ohne Fremdeinwirkung beim Rückwärtslaufen zusammen. Der 20-Jährige stirbt trotz schneller medizinischer Hilfe wenig später. Eine Obduktion soll Aufschluss über die Todesursache geben. (dpa)

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