Sport : Doping bei Nordkorea

Bitterer Abgang. Nordkoreas Team
Bitterer Abgang. Nordkoreas TeamFoto: dapd

Keine Tore geschossen, dafür mit zwei positiven A-Proben belastet: Für die Fußballerinnen Nordkoreas ging dieWeltmeisterschaft in Deutschland bitter zu Ende. „Das ist ein trauriger Tag, wir sind sehr bedrückt durch diese Tatsachen“, sagte Jiri Dvorak, der Medizinische Direktor des Weltverbandes Fifa.

Unmittelbar vor dem Abschluss der Gruppe C am Mittwochabend in Bochum waren die nordkoreanischen Abwehrspielerinnen Song Jong Sun und Jong Pok Sim wegen positiver Dopingproben für die Begegnung gegen Kolumbien gesperrt worden. Anschließend wurde die gesamte Mannschaft getestet. Diese Maßnahme sieht laut Dvorak das Anti-Doping-Reglement vor. Bei der Substanz, die bei den zwei Spielerinnen gefunden worden war, handelt es sich um S.1.1.B. „Das ist ein körpereigenes anaboles Steroid, in diesem Fall wurde es von außen zugeführt“, erklärt Detlef Thieme, der Leiter des Doping-Kontrolllabors in Kreischa, wo ein Teil der Proben der Weltmeisterschaft analysiert wird, unter anderem Proben der Nordkoreanerinnen. Körpereigene anabole Steroide sind schwer nachweisbar und deshalb im Spitzensport verbreitet. Die Analyse der B-Proben wird einige Tage dauern und das Ergebnis wohl erst nach dem WM-Finale am 17. Juli bekannt gegeben. Nordkorea hatte die Öffnung der B-Probe gar nicht beantragt, sondern war noch in der Nacht nach Bekanntwerden der positiven A-Proben abgereist. dpa/ist

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