Sport : Doping: Gedopter Bulgare muss Medaille zurückgeben

Der bulgarische Gewichtheber Iwan Iwanow und der weißrussische Hammerwerfer Wadim Dewjatowski sind in der Geschichte Olympischer Spiele die Dopingfälle 49 und 50. Iwanow ist der fünfte bulgarische Gewichtheber, dem nach einer nachgewiesenen unerlaubten Leistungsbeeinflussung eine Medaille aberkannt worden ist. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte am Mittwoch mit, Iwanow sei disqualifiziert und von den Spielen ausgeschlossen worden. Die Bulgaren seien aufgefordert worden, die von Iwanow gewonnene Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm zurückzugeben.

Durch die Disqualifikation Iwanows wurde dem Chinesen Wu Wenxiong nachträglich die Silbermedaille verliehen. Bronze geht an den Viertplatzierten im Wettbewerb, den Chinesen Zhang Xiangxiang. Den Wettbewerb in der Klasse bis 56 Kilo hatte der Türke Halil Mutlu gewonnen. Schon vor den Spielen waren die rumänischen Gewichtheber Traian Ciharean und Adrian Mateas wegen Dopings gesperrt worden.

Hammerwerfer Wadim Dewjatowski hat Sydney bereits verlassen. Er wurde als erster Athlet bei Olympia durch eine Trainingskontrolle überführt. Erst seit den Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gibt es Dopingtests. Den Rekord halten die Boykott-Spiele von Moskau 1980 und von Los Angeles 1984, dort gab es zwölf Dopingfälle. Für Moskau vermerkt die offizielle Statistik des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) keinen einzigen Fall. Entscheidend dafür waren ein unzureichendes Testverfahren in einem Moskauer Institut und das Verschweigen von positiven Fällen. Nachtests ergaben eine ganze Reihe von Dopingvergehen, die jedoch aus politischen Gründen nicht an die Öffentlichkeit dringen sollten. Mit der praktischen Durchführung der Tests beauftragt das IOC während der Spiele akkreditierte Labors des jeweiligen Gastgeberlandes.

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