Doping : Nada: Russland nicht bei Olympia denkbar

Die Nationale Anti-Doping-Agentur glaubt nach weiteren Enthüllungen einer ARD-Dokumentation nicht an eine Olympia-Teilnahme Russlands.

Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied der Nada, blickt kritisch auf den Sport in Russland.
Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied der Nada, blickt kritisch auf den Sport in Russland.Foto: dpa

Für die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) steht fest: Nach weiteren Enthüllungen in der ARD-Dokumentation „Geheimsache Doping - Showdown für Russland“ sei eine Olympia-Teilnahme der Sportmacht nicht denkbar. „Es sind erneut Sachverhalte in der ARD-Doku genannt worden, die die Wichtigkeit der Aufarbeitung und die Überprüfung der Startberechtigung der russischen Sportler in Rio unterstreichen“, hieß es in einer NADA-Erklärung am Donnerstag. „Von dem, was wir aus den ARD-Berichten und dem Bericht der unabhängigen Kommission wissen, liegen aus unserer Sicht die Voraussetzungen für einen Start derzeit nicht vor.“

Wichtig sei es, zeitnah Lösungsansätze zu erarbeiten, „um die Doping-Problematik noch offensiver anzugehen, zum Schutz aller sauberen Athleten und für faire Wettbewerbe weltweit“, hieß es. „Wir halten es für sinnvoll und richtig, dass die Anti-Doping-Community hilft, ein unabhängiges Anti-Doping-System zu etablieren.“ In der am Mittwochabend ausgestrahlten ARD-Dokumentation wurden unter anderem Belege präsentiert, die den Verdacht auf ein vom russischen Staat gedecktes systematische Doping nähren. (dpa)

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