Doping : Russland kündigt Untersuchung an

Nach schweren Doping-Vorwürfen gegen russische Sportler in einem ARD-Film hat Sportminister Witali Mutko sorgfältige Untersuchungen angekündigt.

Den in der Dokumentation „Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht“ aufgeführten Fällen werde nachgegangen, kündigte er am Montag in einem Brief an den Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, Craig Reedie, an. „Einzelfälle dürfen aber keinen Schatten auf das ganze System des Sports werfen“, mahnte der Minister. Russland achte die Prinzipien der WADA.

Die Dokumentation beschuldigt Russland eines breit angelegten Dopings im Spitzensport sowie systematischer Vertuschung. Mutko erklärte, alle Sportler, die in dem Film zu Wort kämen, seien des Dopings überführt worden. Dies müsse bei der Bewertung des Films berücksichtigt werden. Viele Russen sehen in den Aussagen der Athleten einen Racheakt.

Der Sportausschuss der Staatsduma wies die Vorwürfe als gezielte Abwertung zurück. Die ARD-Dokumentation solle russische Athleten vor Wettkämpfen mit Gerüchten und Angst vor zusätzlichen Kontrollen verunsichern, meinte Ausschuss-Chef Igor Ananskich der Agentur Interfax zufolge. Der Film komme zu einer Zeit, in der Russlands Sportler international Erfolg hätten. „Das kann man nicht anders bezeichnen als unehrenhaften Wettbewerb“, kritisierte er. (dpa)

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