Doping : Zabel fährt weiter

Radprofi Erik Zabel darf trotz seines Doping-Geständnisses weiter für sein Milram-Team fahren. Der Vize-Weltmeister hatte in der vergangenen Woche zugegeben, sich 1996 mit Epo gedopt zu haben.

Bremen - Zabel kann seinen bis Ende 2008 gültigen Vertrag bei dem deutsch-italienischen Team "zunächst für das laufende Jahr, vorbehaltlich der rechtlich-endgültigen Prüfung" erfüllen. Dies teilte sein Team in Bremen mit. Zabel wird auch bei der am Mittwoch beginnenden Bayern-Rundfahrt an den Start gehen.

Bei einem siebenstündigen Krisengipfel mit Zabel, den Team-Managern Gerry van Gerwen und Gianluigi Stanga und Nordmilch-Vorstand Martin Mischel waren über Pfingsten die Weichen für die sportliche Zukunft Zabels gestellt worden. Die bisherige Galionsfigur des deutschen Profi-Radsports hatte durch das Doping-Geständnis seine Suspendierung durch sein Team riskiert, das vom norddeutschen Milch-Riesen "Nordmilch" gesponsert wird.

Die positive Milram-Entscheidung könnte auch Einfluss darauf haben, ob der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) den 36-jährigen Berliner demnächst für die Straßen-WM im September in Stuttgart nominiert.

Zabel war im vergangenen Jahr hinter Paolo Bettini Vize-Weltmeister geworden. Der Radrennprofi gestand, 1996 eine Woche lang das Blut-Doping-Mittel Epo ausprobiert zu haben. Nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada verjähren Doping-Verstöße nach acht Jahren. (tso/dpa)

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