B-Probe positiv : Größter Dopingfall im Biathlon: Russisches Trio überführt

Der größte Dopingfall im Biathlon ist perfekt: Bei den drei russischen Weltklasse-Biathleten Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dmitri Jaroschenko ist nun auch die B-Probe positiv getestet worden.

Albina Achatowa, Swetlana Slepzowa
Albina Achatowa (r.) und Swetlana Slepzowa sind des Dopings überführt worden. -Foto: dpa

PyeongchangDie drei russischen Weltklasse-Biathleten Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dmitri Jaroschenko sind des Dopings überführt worden. Das Trio wurde nach Bekanntgabe der positiven B-Proben im südkoreanischen Pyeongchang in Abwesenheit von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) gesperrt. Bereits in der Nacht nach Bekanntwerden ihrer Vergehen hatten sie fluchtartig die WM verlassen und waren von Seoul nach Moskau geflogen.

Systematisches Doping in großem Umfang

Dort soll nach Angaben des russischen Cheftrainers Wladimir Alikin eine Kommission über harte Sanktionen befinden. IBU-Präsident Anders Besseberg zeigte sich am Freitag schockiert über den größten Dopingfall in der Geschichte des Verbandes und kündigte eine Intensivierung der Anti-Dopingarbeit an. "Das Ziel ist, so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch zu bringen. Im Unterschied zu bisherigen Dopingfällen handelt es sich diesmal um systematisches Doping in großem Umfang in einer unserer stärksten Nationen", sagte er und fügte die Frage an: "Ist das alles oder nur die Spitze des Eisberges?"

Über mögliche Sanktionen gegen den russischen Verband wollte er sich nicht äußern. Die IBU gab bekannt, dass von Jurjewa und Jaroschenko in zwei beim Weltcup in Östersund (Schweden) genommenen Doping-Proben verbotene Substanzen gefunden wurden. Achatowa wurde ebenfalls beim Weltcup-Auftakt Anfang Dezember einmal positiv getestet.

Die gefundenen Substanzen nannte der Verband aus juristischen Gründen nicht. Es soll sich um ein russisches EPO-Präparat der dritten Generation handeln. Das Strafmaß kann nach den neuen Regeln der Welt-Antidoping-Agentur Wada bis zu vier Jahre betragen. (mbo/dpa)

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