Biathlon : Frank Luck: In der DDR gedopt

Der elfmalige Biathlon-Weltmeister Frank Luck hat bestätigt, dass er zu DDR-Zeiten unwissentlich gedopt wurde.

 „Das habe ich 1994 bei einer Anhörung durch das Landeskriminalamt Thüringen erfahren“, sagte der 41 Jahre alte Doppel-Olympiasieger. Bei der Anhörung waren Luck verschiedene Präparate gezeigt worden. Die von ihm erkannten Tabletten waren das DDR-Anabolikum Oral Turinabol. „Erst da wurde mir klar, dass die Tabletten Doping waren“, sagte Luck. Gesagt habe man ihm damals, dass es sich um Mittel zur schnelleren Regeneration nach extremen Trainingsumfängen handle, die erlaubt seien. Luck hat die Tabletten nach eigenen Angaben 1987 vom damaligen Mannschaftsarzt Arlt erhalten. Luck ergriff erneut Partei für den ebenfalls wegen einer angeblichen Dopingvergangenheit unter Druck geratenen Bundestrainer Frank Ullrich. „Er hat mich nie angehalten, irgendwas zu schlucken, er war auch nie anwesend, als ich die Tabletten genommen habe. Ob Frank Ullrich davon etwas wusste, weiß ich nicht. Bei mir hat er jedenfalls nie die Einnahme kontrolliert“, sagte Luck. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar