Danilo Di Luca : Ein teures Karriereende

Der italienische Radprofi Danilo Di Luca steht vor dem vorzeitigen Ende seiner Karriere. Der Sieger des Giro d'Italia 2007 wurde bei der diesjährigen Italien-Radrundfahrt zweimal positiv auf das Blutdopingmittel Cera getestet.

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Di LucaANSA

RomDie B-Probe habe die im Juli veröffentlichten Ergebnisse der A-Proben bestätigt, teilte der italienische Radsportverband (FCI) am Samstag mit. Damit droht dem 33-Jährigen als Wiederholungstäter eine Sperre von vier Jahren.

Bereits vor den Analysen der Gegenproben in Chatenay und Wien hatte der seit dem 22. Juli vorläufig gesperrte Luca erklärt: „Wenn auch die B-Probe positiv ist, höre ich mit dem Radrennsport auf.“ Trotz dieser Rücktrittsankündigung erklärte Di Lucas Anwalt Ernesto De Toni am Samstag, weiter gegen eine Doping-Verurteilung seines Mandanten kämpfen zu wollen. „Wir haben sowohl Zweifel bezüglich der Analysemethoden, als auch bezüglich der Ergebnisse“, sagte De Toni. In der vergangenen Woche hatte sein Mandant betont, nie mit Cera gedopt zu haben. Die positiven Proben wurden bei dem Fahrer des LPR-Rennstalls nach Angaben des Internationalen Radsportverbands (UCI) nach der elften Giro-Etappe am 20. Mai in Arenzano und am 28. Mai nach der 18. Etappe in Benevento genommen.

Im Falle einer Doping-Verurteilung droht Di Luca nicht nur das sofortige Karriereende, sondern auch eine hohe Schadenersatzforderung. Giro-Renndirektor Angelo Zomegnan kündigte bereits juristische Schritte an: „Wir müssen angemessene Maßnahmen prüfen, um das Event und sein Image zu schützen“, hatte Zomegnan erklärt. Di Luca war vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) bereits 2007 wegen seiner mutmaßlichen Verbindungen zum umstrittenen Arzt Carlo Santuccione für drei Monate gesperrt worden. Der Arzt soll Sportler mit Dopingpräparaten versorgt haben. dpa

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