Doping-Erklärung : Drei Teams verweigern Unterschrift

Nur wenige Tage vor dem Tour-Start haben die Teams CSC, Rabobank und Quick Step die vom Weltverband geforderte Doping-Erklärung noch nicht unterschrieben. Auch Astana-Fahrer Klöden billigte das Papier bisher nicht.

Astana
Astana im Fokus: Andreas Klöden, Alexander Winokurow und Dopingsünder Matthias Kessler. -Foto: dpa

Berlin/AigleDie ProTour-Teams CSC aus Dänemark, Rabobank aus den Niederlanden und Quick Step aus Belgien haben sich bislang der vom Weltverband für den Tour-Start nötigen Verpflichtungs-Erklärung komplett verweigert. 53 für die am Samstag in London startende Tour de France in Frage kommende Starter hätten noch nicht unterzeichnet, meldete "L'Équipe".

Für das umstrittene Astana-Team hat Kapitän Alexander Winokurow, der durch das "Spiegel"-Geständnis Jörg Jaksches indirekt mit Doping in Verbindung gebracht wurde, bereits unterzeichnet. Sein Kronprinz Andreas Klöden, im Vorjahr in Paris Dritter, vollzog diesen Schritt noch nicht. Beide gelten als Favoriten auf den Tour-Sieg 2007. "Alle werden unterschreiben", erklärte dagegen Team-Sprecherin Corinne Druey.

Voigt: "Mal sehen, ob wir unterschreiben"

Mit der Verpflichtungs-Erklärung, die juristisch keine Wertigkeit hat, stimmen die Profis zu, bei einem positiven Doping-Befund mit einem Jahresgehalt zu haften und ihre DNS zur Verfügung zu stellen, damit sie mit dem Inhalt der beim mutmaßlichen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes sicher gestellten Blutbeuteln abgeglichen werden können.

Jens Voigt vom Team CSC hatte zuvor erklärt, gemeinsam mit anderen Fahrern hätte er sich einen Anwalt genommen: "Mal sehen, ob wir unterschreiben", sagte der Deutschland-Tour-Sieger des Vorjahres. Der Weltverband und Tour-Veranstalter hatten angekündigt, Fahrer nicht starten zu lassen, die nicht unterschreiben. Allerdings dürfte es dafür keine Rechtsgrundlage geben.

Petacchi unterschreibt

Unterschrieben hat dagegen der unter Dopingverdacht stehende Sprintstar Alessandro Petacchi. Gleichzeitig beteuerte er, sich nicht des Doping-Missbrauchs schuldig gemacht zu haben. Während des Giro d'Italia war bei dem 33-Jährigen ein zu hoher Wert des Anti-Asthma-Mittels Salbumatol festgestellt worden. Er besitzt zwar eine Ausnahmegenehmigung für den Gebrauch, hatte den darin zugelassenen Wert aber überschritten. Ob er bei der Tour starten darf, hängt vom Urteil der Kommission ab. (mit dpa)

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