Doping : Ex-Radprofi Manzano: "Aldag lügt"

Der ehemalige spanische Radprofi Jésus Manzano hat die Doping-Geständnisse der ehemaligen Telekom-Fahrer scharf kritisiert. Bei seiner Kritik belastet Manzano auch Landsmann Valverde schwer.

HamburgDer ehemalige Radprofi Jésus Manzano hat die Doping-Geständnisse der ehemaligen Telekom-Fahrer scharf kritisiert. Der Spanier, der sich vor drei Jahren als erster Fahrer über Blut-Doping im Radsport öffentlich geäußert hatte, sagte in einem Interview mit dem Magazin "Stern" (Donnerstag-Ausgabe), er glaube nicht, dass Erik Zabel, Bjarne Riis oder Rolf Aldag bei ihren Doping-Beichten die ganze Wahrheit gesagt hätten.

Manzano attackierte vor allem Aldag, den Sportdirektor des Telekom-Nachfolgeteams T-Mobile, der behauptet hatte, Doping sei für ihn eine ganz intime Angelegenheit gewesen: "Da lügt Rolf Aldag. Wenn Aldag richtig auspackt, dann stellt er sich gegen Tausende von Radfahrern. Das ist ihm bewusst. Also spricht er von einer sehr persönlichen Sache. Das klingt nach einer Ausnahme, aber es gibt keine Ausnahmen im Radsport. Doping ist keine Privatangelegenheit."

Zudem belastete der Spanier seinen Landsmann und früheren Teamkollegen Alejandro Valverde schwer, der zu den Favoriten der diesjährigen Tour de France zählt und im Vorjahr die ProTour-Gesamtwertung gewonnen hat. "Dasselbe Zeug, was sie mir gegeben haben, haben sie auch ihm (Valverde) gegeben. Ich erinnere mich an einen Abend nach einer Vuelta-Etappe im Jahr 2002, da kam Valverde mit einem Testosteronpflaster zum Essen. Nach einer Stunde hat er es abgerissen, sonst wäre er positiv gewesen", sagte Manzano. (mit dpa)

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