Doping : Jaksche für ein Jahr gesperrt

Der österreichische Radsport-Verband hat Jörg Jaksche wegen Dopingvergehen für ein Jahr gesperrt. Die Strafe fällt relativ gering aus, weil sich der 31-Jährige als Kronzeuge angeboten hat.

Jaksche
Von flächendeckendem Doping berichtet: Jörg Jaksche. -Foto: ddp

Der Ansbacher Radprofi Jörg Jaksche ist vom Anti-Doping-Ausschuss des österreichischen Radsport-Verbandes für ein Jahr gesperrt worden. Das bestätigte der Jurist Gernot Schaar der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Die Sperre läuft bis zum 2. Juli 2008 und sei wegen der "Kronzeugenregelung" relativ gering ausgefallen. Der 31-jährige Jaksche hatte Ende Juni in einem umfangreichen Geständnis im "Spiegel" zugegeben, seit 1997 jahrelang gedopt zu haben und das Doping-Problem als flächendeckend im Radsport beschrieben. Anschließend hatte er erklärt, sich als Kronzeuge zur Verfügung stellen zu wollen.

Zugleich hatte Jaksche die heutigen Teamchefs Bjarne Riis (CSC) und Gianluigi Stange (Milram) sowie den ehemaligen Telekom-Teamchef Walter Godefroot der Mitwisserschaft beschuldigt. "Es ist pervers, aber das Doping-System ist gerecht, weil alle dopen. Radsport ohne Doping ist nur gerecht, wenn wirklich niemand mehr dopt", hatte Jaksche gesagt.

Der dreiköpfige Anti-Doping-Ausschuss mit dem Vorsitzenden Schaar, Mediziner Thomas Balzer und Ex-Profi Gerhard Zadrobilek war für den Fall zuständig, weil Jaksche wegen seines Tiroler Wohnsitzes mit österreichischer Lizenz fährt. Jaksche wurde wegen des Gebrauchs von Epo und Wachstumshormonen sowie wegen Blutdoping schuldig gesprochen. (mit dpa)

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