Doping : Jaksche steigt wieder aufs Rad

Jörg Jaksche, der Kronzeuge gegen den dopingverseuchten Radsport tritt wieder als Profi in die Pedale. Er gehe mit "wenig Illusionen" an die Sache, erklärte Jaksche.

Jaksche
Jörg Jaksche. Bild aus Doping-Tagen.Foto: dpa

Berlin Jörg Jaksche hat ein Team gefunden und ist in der kommenden Saison wieder als Radprofi tätig. Der 32-jährige Ansbacher ist damit nach Patrik Sinkewitz der zweite Doping geständige Kronzeuge, der nach langem Suchen wieder Beschäftigung im alten Metier findet. Jaksche unterschrieb am Freitag beim italienischen Zweit-Divisonär "Cinelli" des Fahrrad-Rahmen-Bauers Antonio Colombo einen Einjahresvertrag.

"Ich bin froh, dass es doch noch geklappt hat. Mal sehen, wie es wird. Ich gehe vorsichtig und mit wenig Illusionen an die Sache. Mein erstes Rennen werde ich dort fahren, wo ich meinen ersten großen Erfolg bei den Profis feierte: Bei der Mittelmeer-Rundfahrt", sagte der in Kitzbühel lebende Franke, dessen Doping-Beichte im "Spiegel" 2007 für eine Welle von Geständnissen anderer Profis gesorgt hatte.

Jaksche, dessen Doping-Sperre zu Beginn dieses Jahres abgesessen war, studiert zurzeit Betriebswirtschaft. Er will sein Studium fortsetzen. Bei "Cinelli" fährt Jaksche, der eine zweieinhalbjährige Zwangspause hinter sich hat, zusammen mit dem Belgier Frank Vandenbroucke, der selbst auf eine Doping-Vergangenheit zurückblickt. (ae/dpa)

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