Doping : T-Mobile schasst Gontschar

T-Mobile trennt sich offenbar wegen Dopingvergehen von Sergej Gontschar, der bereits seit Anfang Mai suspendiert ist. Der Ukrainer könne sich einem anderen Team anschließen, hieß es in Bonn.

BonnDas Team T-Mobile hat Radprofi Sergej Gontschar mit sofortiger Wirkung "auf Grund von Verstößen gegen den teaminternen Verhaltenscodex" entlassen. Der 36 Jahre alte Ukrainer war nach unangekündigten Bluttests während der Romandie-Rundfahrt am 11. Mai für 30 Tage von dem Bonner Rennstall suspendiert worden. "Die Entscheidung zur Trennung von Gontschar traf das Team-Management nach mehreren, im Zeitraum der Suspendierung durch ein unabhängiges Gremium durchgeführten Tests sowie weiteren Informationen", teilte der Rennstall mit. Dem Ukrainer stehe es frei, sich einer anderen Mannschaft anzuschließen.

"Wir respektieren die Privatsphäre aller beteiligten Personen und können daher zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen", erklärte Team-Manager Bob Stapleton.

Garant für Erfolge

Gontschar war bei der vergangenen Tour de France mit seinen zwei Siegen in den Zeitfahren und als Träger des Gelben Trikots der Garant für das erfolgreiche Abschneiden der Bonner nach dem Ausschluss von Jan Ullrich, Oscar Sevilla und Teamchef Rudy Pevenage direkt vor dem Tourstart.

Zusammen mit dem dänischen CSC-Team hat T-Mobile nach den Vorfällen von 2006 teamintern eines der schärfsten Anti-Doping-Programme aller 20 ProTour-Teams installiert. (mit dpa)

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