Doping-Vorwürfe : Sinkewitz: B-Proben-Analyse kommende Woche

Gestern hat Patrik Sinkewitz die Öffnung der B-Probe beantragt. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet - sind ARD und ZDF doch vor allem wegen dessen positiver A-Probe aus der Berichterstattung ausgestiegen.

BonnDie B-Probe des unter Doping-Verdacht stehenden Radprofis Patrik Sinkewitz wird nicht vor Dienstag geöffnet. Der T-Mobile-Fahrer hatte die Kontrolle seines positiven Doping-Tests am Donnerstag beantragt. Nach dem Reglement muss die B-Probe binnen zehn Tagen, also bis spätestens zum 29. Juli, analysiert sein.

Nach Angaben der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada) ist die Doping-Trainingskontrolle des Radprofis Patrik Sinkewitz korrekt nach den internationalen Test-Standards (IST) ausgeführt worden. Auch der Transport der Probe ins Labor erfolgte nach den Informationen der Nada ohne Beanstandungen nach den Vorgaben der IST, teilte die Nada mit. Damit reagierte die in Bonn ansässige Agentur auf einen Bericht des ZDF. Danach soll es auf dem Kontrollformular der Probe Hinweise auf einen möglichen Verfahrensfehler geben. Der Kontrollraum soll während der Probe für andere Personen zugänglich gewesen sein.

Nada-Kritik: Diskussion mehr emotional als sachlich

"Nach den IST muss bei der Urinabgabe die Diskretion für den Athleten gewährleistet sein; für die Blutentnahme macht die IST keine speziellen Vorgaben zur Privatsphäre", hieß es in der Nada-Erklärung. Der Athlet habe natürlich bei jeder Kontrolle die Möglichkeit, auf dem Kontrollformular seine persönlichen, subjektiven Bemerkungen abzugeben. Der inzwischen suspendierte T-Mobile-Fahrer Sinkewitz war bei einer unagemeldeten Trainingskontrolle am 8. Juni positiv getestet worden.

"Die Nada steht für ein sauberes und faires Kontrollsystem. Für die Nada hat oberste Priorität, dass ein möglicherweise anstehendes sportgerichtliches Verfahren, falls die B-Probe die positive A-Probe bestätigt, korrekt abläuft", betonte die Anti-Doping Agentur. In diesem Zusammenhang werde mit großer Sorge registriert, dass dies durch die Veröffentlichung von verfahrensrelevanten Unterlagen und eine mehr emotional als sachlich geführte Diskussion gefährdet werde. (mit dpa)

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