Radsport : Kokain im Blut von Radprofi David Kopp

Der deutschen Radsport ist nach der Affäre Stefan Schumacher von einem weiteren Dopingfall betroffen. Der Kölner Radprofi David Kopp ist im September 2008 bei einem Rennen in Belgien vom flämischen Radsport-Verband positiv auf Kokain getestet worden.

Berlin -  Das Ergebnis wurde erst jetzt bekannt, weil die Belgier das Vergehen erst im Februar an den Weltradsport-Verband UCI gemeldet hatten. Der 30-jährige Kopp hat auf die Öffnung der B-Probe verzichtet.

Möglicherweise eröffnet der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein Verfahren. Das Strafmaß könnte je nach Kokainmenge zwischen sechs Monaten und zwei Jahren Sperre betragen. Kopp, der früher auch für die inzwischen aufgelösten Teams T-Mobile und Gerolsteiner fuhr, habe jedoch für 2009 keine Rennlizenz. Daher unterliege er nicht dem Doping-Code des Verbandes. Laut BDR darf der flämische Verband Radsportler ohne Lizenz in Belgien nicht bestrafen. Die Unterlagen wurden vor einem Monat an die UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur geschickt. Die UCI habe bestätigt, dass der BDR „bis zum Wochenende“ Informationen über die weitere Vorgehensweise erhalten wird. dpa

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