Schwimmen : Australiens Verband: Thorpe nicht gedopt

Die Anti-Doping-Agentur Australiens hat den früheren Schwimmstar Ian Thorpe von jeglichem Dopingverdacht freigesprochen. Zwar seien auffällige Hormonwerte festgestellt worden; es gäbe jedoch "wissenschaftliche Zweifel".

Thorpe Foto: ddp
Unter Verdacht: Der Olympiasieger über 400 Meter Freistil 2004, Ian Thorpe. -Foto: ddp

SydneyAufatmen bei Ian Thorpe: Der australische Schwimm-Olympiasieger ist von der Anti-Doping-Agentur Asada seines Heimatlandes von jeglichem Dopingverdacht freigesprochen worden. "Die Beweise lassen nicht auf die Nutzung von leistungssteigernden Mitteln von Thorpe schließen. Damit ist der Fall abgeschlossen", teilte die Asada nach ihrer Untersuchung mit.

Dopingvorwürfe stets bestritten

Eine Dopingprobe des inzwischen zurückgetretenen Thorpe vom Mai 2006 hatte einen unnatürlich hohen Level an körpereigenen Hormonen aufgewiesen. Der elfmalige Weltmeister hatte stets jeglichen Dopingvorwurf vehement bestritten. "Mein Ruf als fairer Sportsmann ist mir am wichtigsten. Ich war und werde immer eine starker Befürworter von Dopingtests sein", sagte der 24-Jährige nachdem ihn die Asada über ihr Ergebnis informiert hatte.

Die französische Sporttageszeitung L'Equipe hatte die Zweifel an Thorpe im März mit einer Meldung aufgeworfen. Der Fall war in Australien wegen "wissenschaftlicher Zweifel" bereits als nicht positiv abgehakt worden. Der Weltverband Fina sprach zwar nicht von einem positiven Test, hatte aber wegen der auffälligen Werte beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne interveniert, um das Verfahren neu aufzurollen.

Ian Thorpe war im November 2006 zurückgetreten. In seiner Karriere gewann er fünf olympische Goldmedaillen und elf WM-Titel und verbesserte 13 Weltrekorde. (mit sid)

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