Tour de France : Klöden: "Ein wenig überreagiert"

Andreas Klöden zeigt sich nach seinem Auftritt auf der Astana-Pressekonferenz reumütig, weist Doping-Vorwürfe jedoch harsch zurück: "Nein, ich habe T-Mobile nicht verlassen, um besser dopen zu können!"

Klöden
Nachdenklicher Radprofi: Andreas Klöden weist Dopingvorwürfe zurück. -Foto: AFP

GentRadprofi Andreas Klöden hat sich für seinen umstrittenen Auftritt auf der Pressekonferenz seines Rennstalls Astana vor dem Tour-Start in London entschuldigt. "Es mag sein, dass ich bei der Pressekonferenz ein wenig überreagiert habe, als ich Jörg Jaksche durchgeknallt genannt habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen", heißt es auf seiner Homepage. "Ich bin jedoch sehr verärgert darüber, dass gewisse Leute für viel Geld Geständnisse ablegen und sich dann hinstellen, als seien sie die Retter des Radsports, obwohl sie zum Teil jahrelang, scheinbar ohne jeden Skrupel, betrogen und belogen haben", so der 32-jährige Cottbuser mit Wahl-Wohnsitz in der Schweiz weiter.

Die gegen ihn geäußerten Doping-Verdächtigungen weist Klöden energisch zurück: "Nein, ich habe T-Mobile nicht verlassen, um besser dopen zu können. Nein, noch nie habe ich in meiner aktiven Zeit als Radprofi in schwarzer Kleidung trainiert, und schon gar nicht an der Côte d'Azur. Nein, ich arbeite mit keinem dubiosen Wunder-Doktor zusammen." Mit dem Generalverdacht gegen den Intim-Freund und inzwischen zurückgetretenen Jan Ullrich müsse er leben, so der Tour-Mitfavorit. "Was in den letzten Wochen ans Tageslicht gekommen ist, finde ich für unseren Sport mehr als beschämend." (mit dpa)

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