Tour de France : Tour-Start ohne Gelbes Trikot - Team Rabobank fährt weiter

Michael Rasmussen ist raus aus der Tour. "Ich habe die Schnauze voll. Ich bin mir bewusst, dass meine Karriere ruiniert ist", sagt der Däne. Sein Team Rabobank will wie der Sender Sat 1 bis zum Schluss dabei bleiben.

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Michael Rasmussen, hier bei einer Dopingkontrolle, muss aus der Tour de France aussteigen. -Foto: AFP

PauDie 17. Etappe der Tour de France wird nach dem Aus des bisherigen Spitzenreiters Michael Rasmussen ohne das Gelbe Trikot, aber mit dem Raboank-Team gestartet. Dies gaben die Organisatoren vor dem Teilstück über 188,5 Kilometer von Pau nach Castelsarrasin bekannt.

Nach dem Ausschluss Rasmussens durch sein Team am späten Mittwochabend gab Tour-Chef Christan Prudhomme vor dem Etappenstart bekannt, dass die niederländische Rabobank-Mannschaft starten wird. Es gebe keinen Grund, die Mannschaft auszuschließen, sagte Prudhomme.

Das Gelbe Trikot, das Leibchen des Spitzenreiters, solle erst nach der Etappe vergeben werden, hieß es. Der Spanier Alberto Contador, dessen Name auf der Liste des Doping-Arztes Eufemiano Fuentes erschien, liegt als neuer Führender der Frankreich-Rundfahrt 1:53 Minuten vor dem Australier Cadel Evans. Neuer Dritter ist der US-Amerikaner Levi Leipheimer mit 2:49 Minuten Rückstand auf Contador.

Rasmussen: "Ich habe die Schnauze voll"

In einer ersten Stellungnahme hat der dänische Radprofi Michael Rasmussen mit Wut und Verzweiflung auf seinen Ausschluss von der Tour de France reagiert. Der bisherige Tour- Spitzenreiter, der am Mittwochabend von seinem niederländischen Team Rabobank aus der Frankreich-Rundfahrt genommen worden war, sagte der Online-Ausgabe der niederländischen Zeitung "Algemeen Dagblad": "Ich habe die Schnauze voll. Ich bin mir bewusst, dass meine Karriere ruiniert ist".

Es sei "ein Riesenschlag" für ihn persönlich, fügte er hinzu. "Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll oder wo ich hin soll", sagte Rasmussen der Zeitung weiter. Seine Kollegen vom Team Rabobank seien ebenfalls am Boden.

TV-Sender Sat.1 will Tour de France bis zum Ende übertragen

Auch nach den Dopingskandalen bei der Tour de France und dem Ausschluss des bisherigen Spitzenreiters Michael Rasmussen will der Privatsender Sat.1 das Radrennen weiterhin übertragen. "An unserer Grundhaltung, dass wir nicht der Richter über die Dopingsünder sind, hat sich nichts geändert", sagte Sat.1- Sprecherin Kristina Faßler. "Das Ausmaß des Dopings hat uns schockiert, das ist keine Frage. Aber wir werden bis zum Ende die Tour de France übertragen." ARD und ZDF waren in der vergangenen Woche aus der Live-Berichterstattung von der Tour ausgestiegen. Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 hatte daraufhin die Rechte erworben. (mit dpa)

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