Trotz Dopingbeichte : Höchststrafe für Radprofi Kohl

Für Radprofi Bernhard Kohl hat sich sein Dopinggeständnis nicht ausgezahlt. Die österreichische Anti-Doping-Agentur sprach gegen den ehemaligen Gerolstein-Fahrer die Höchststrafe aus.

Bernhard Kohl
Dopingsünder Bernhard Kohl stellt sich der Öffentlichkeit. -dpa

WienSeine Offenheit hat dem geständigen Dopingsünder Bernhard Kohl aus Österreich nichts genutzt: Zwei Jahre Sperre für den Ersttäter Kohl lautete am Montag der Urteilsspruch der Rechtskommission der Anti-Doping-Agentur seines Heimatlandes. Damit verhängte das fünfköpfige Gremium in Wien gegen den Radprofi die Höchststrafe. Der Dritte der diesjährigen Tour de France hatte der Kommission zuvor über zweieinhalb Stunden Rede und Antwort gestanden.

"Ich bin ehrlich gewesen"

"Ich habe meine Aussage getätigt und bin ehrlich gewesen. Wenn es gewürdigt wird, ist es ein gutes Zeichen für den Sport, für die Sportler. Wenn nicht, werden wir in das leidige Thema des Schweigens zurückkommen", hatte Kohl nach der Anhörung erklärt.

Er war in einer nachträglichen Analyse nach der Tour der Manipulation mit dem Blutdoping-Mittel Cera überführt worden. Kohl hatte gehofft, in den Genuss der Kronzeugen-Regelung zu kommen, die seine Strafe reduziert hätte. Der 26 Jahre alte Kletterspezialist aus Wolkersdorf vom inzwischen nicht mehr existenten Gerolsteiner-Team hatte nach positiver A-Probe im Gegensatz zu seinem früheren Team-Kollegen Stefan Schumacher (Nürtingen) sofort gestanden. (mbo/dpa)

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