TV-Ausstieg : Zabel: Tour de France wird doch übertragen

Der vor seinem Karriereende stehende Radprofil Erik Zabel glaubt, dass ARD und ZDF trotz des angekündigten TV-Ausstieges live vom größten Radrennen der Welt berichten werden. Als Grund für den Sinneswandel sieht er das Comeback eines ungeliebten Helden.

Erik Zabel
Erik Zabel glaubt, dass ARD und ZDF noch schwach werden. -Foto: dpa

BerlinErik Zabel, der beim Berliner Sechstagerennen vom 22. bis 27. Januar 2009 seinen letzten Wettkampf bestreitet, rechnet doch mit einer Live-Übertragung durch ZDF und ARD von der kommenden Tour de France. Vor Wochen hatten beide Sender wegen der Doping- Problematik ihren TV-Verzicht für 2009 erklärt.

Zabel glaubt an einen Sinneswandel, nicht zuletzt, weil Lance Armstrong sein Comeback gibt. "Viele Mannschaften richten ihren Einsatzplan nach den Starts von Armstrong ein, weil da der große Medien-Auflauf sein wird", sagte der 38-Jährige in Berlin.

Zabel sieht Armstrong-Comeback positiv

Das Armstrong-Comeback sieht sein einstiger Konkurrent nur unter positiven Vorzeichen: "Für den Radsport und die Zuschauer-Zahlen ist das toll." Rückschläge für den Anti-Doping-Kampf befürchtet Zabel nicht. Immer noch stehen Vorwürfe gegen Armstrong im Raum. 2005 sollen in nachträglichen Analysen von 1999, dem Jahr seines ersten von sieben Toursiegen, Spuren des Doping-Mittels Epo nachgewiesen worden sein.

Zabel traut dem ein Jahr jüngeren Armstrong 2009 den achten Toursieg zu: "Er fährt nicht mit, um vielleicht Zehnter zu werden. Wenn er startet, gehe ich davon aus, dass er gewinnt." In der Entscheidung seines bisherigen Arbeitgebers Milram, trotz der Doping-Affären vorerst weiter zu machen, sieht Zabel ein "Signal für den deutschen Radsport mit positiven Folgen". Im September hatte Zabel bei der WM in Varese nach insgesamt 212 Siegen auf der Straße seinen Rücktritt erklärt. (leu/dpa)

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