Sport : Dopingfälle in Mexiko: Fleisch als Ursache ausgeschlossen

Charlotte/Mexiko-Stadt - Mexikos Gesundheitsbehörden haben verunreinigtes Fleisch als Ursache für die positiven Dopingproben bei fünf Fußball-Nationalspielern des Landes ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei geringer als eins zu einer Million, hieß es. Die positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getesteten Spieler Francisco Rodriguez, Guillermo Ochoa, Edgar Duenas, Christian Bermudez und Antonio Naelson hatten den Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Rindfleisch begründet. Die Spieler waren nach dem positiven Test vom Turnier um den Gold-Cup ausgeschlossen worden.

Ein für Freitag geplantes Treffen der Turnier-Organisatoren, auf dem über mögliche Sanktionen gegen die Spieler beraten werden sollte, wurde verschoben. Mexikos Fußball-Verband sei um weitere Informationen zu den positiven Proben gebeten worden, hieß es. Die Tests waren bei einem Trainingscamp im Vorfeld des Gold-Cups durchgeführt worden.

Unterdessen blieben die Spieler bei ihrer Darstellung, dass das Fleisch die Ursache für den positiven Befund war. „Es ist traurig, dass solche Dinge passieren. Aber diese Dinge können in jedem Restaurant an jedem Ort passieren. Das ist einfach Pech“, sagte Torhüter Ochoa, der der Untersuchung gelassen entgegenblickt: „Wir haben nichts zu verbergen. Denn wir haben ein reines Gewissen, weil wir uns nichts vorzuwerfen haben.“

Mexikanische Gesundheitsbehörden hatten im April erklärt, Kenntnis von einem Clenbuterol-Problem im Land zu haben. Die deutsche Nationale Anti-Doping-Agentur hatte deutsche Sportler daher zur Wachsamkeit aufgerufen. Die deutschen U 17-Fußballer flogen an diesem Wochenende zur WM nach Mexiko.

In den vergangenen Monaten hat es mehrere Clenbuterol-Fälle gegeben. Alberto Contador aus Spanien war 2010 während seines Tour-de-France-Sieges positiv getestet worden und hatte dies auf den Verzehr eines kontaminierten Steaks zurückgeführt. dpa

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