Dopingvorwürfe : Ullrich will Unschuld mit DNA-Test beweisen

"Wenn die Anwälte raten, Jan soll einen DNA-Test machen, wird er es tun", erklärt Ullrichs Manager Strohband.

Hamburg - Nach den schweren Dopingvorwürfen gegen seine Person will Radsportprofi Jan Ullrich mit allen Mitteln seine Unschuld beweisen. «Wenn die Anwälte raten, Jan soll einen DNA-Test machen, wird er es tun», sagte sein Manager Wolfgang Strohband der «Bild»-Zeitung (Montagausgabe). Dieser Schritt war dem 32-Jährigen bereits am vergangenen Freitag nach seiner Suspendierung von Seiten seines Radrennstalls T-Mobile nahe gelegt worden. Laut Strohband warte man nur noch auf schriftliche Anweisungen für entsprechende Maßnahmen.

Obwohl die Beweislast gegen Ullrich erdrückend erscheint, weist dieser nach wie vor alle Anschuldigungen vehement zurück. Dem zweimaligen deutschen Sportler des Jahres wird unter anderem vorgeworfen, in regelmäßigem telefonischen Kontakt zu dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes gestanden zu haben. Fuentes gilt als mutmaßlicher Drahtzieher eines Doping-Netzwerks und wurde Ende Mai verhaftet.

Während Deutschlands einziger Gewinner der Tour de France bei entsprechendem Nachweis seiner Unschuld auf ein Comeback bei T-Mobile hoffen darf, bleibt die Tür für seinen Betreuer und Sportlichen Leiter der T-Mobile-Auswahl, Rudy Pevenage, indes für immer verschlossen. «Die Indizien gegen Rudy Pevenage, die uns vorlagen und zur Suspendierung führten, sind eindeutig. Pevenage wird nie mehr ins T-Mobile-Team zurückkehren", erklärte Teamchef Olaf Ludwig. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben