Doppel-Zweier : Silber: Erste deutsche Medaille im Rudern

Christiane Huth und Annekatrin Thiele haben dem deutschen Ruder-Team bei den Spielen in Peking die erste Medaille beschert - mit einer Hundertstel Sekunde Rückstand auf Gold.

Olympische Sommerspiele 2008
Stoff gegeben. Annekatrin Thiele (rechts) und Christiane Huth.Foto: ddp

Es gibt bei diesen Olympischen Spielen doch noch erfreuliche Nachrichten für den leidgeprüften Deutschen Ruderverband (DRV). Nach einer der knappsten Entscheidungen der olympischen Ruder-Geschichte mussten sich Christiane Huth (Potsdam) und Annekatrin Thiele (Leipzig) nur der Konkurrenz aus Neuseeland geschlagen geben. Am Ende der 2000 Meter fehlte dem Duo aus dem Doppel-Zweier gerademal eine Hundertstel Sekunde, um sich für den sehenswerten Auftritt auf der Strecke im Shunyi-Park mit Gold zu belohnen.

„Die Freude über Silber überwiegt, auch wenn ein bisschen Ärger über den knappen Rückstand bleibt“, sagte Crew-Mitglied Huth. Mit einem beherzten Start setzten die Ruderinnen von Trainerin Jutta Lau den hohen Favoriten aus Neuseeland unter Druck und führten bis zur 1500-Meter-Marke das Feld scheinbar souverän an. Erst der fulminante Schlussspurt verhalf den Zwillingen Georgina und Carolina Evers-Swindell aus Neuseeland zum Fotofinish-Sieg. Eine ähnlich knappe Entscheidung hatte es zuletzt im Einer-Finale der Frauen 2000 in Sydney gegeben.

Davor zwei vierte Plätze

Der Doppel-Zweier blieb jedoch der einzige Lichtblick für den DRV am ersten Finaltag mit insgesamt sieben Entscheidungen. Lange Gesichter gab es bei Lenka Wech (Saarbrücken) und Maren Derlien (Hamburg). Ihre Entscheidung, einen Doppelstart im Achter und Zweier zu wagen, machte sich nicht bezahlt. Im Finale des Zweiers ohne Steuerfrau mussten sie sich mit Rang vier begnügen. Auf den letzten Metern mangelte es an Kraft, um den Endspurt der aufkommenden Chinesen zu kontern. „Zum Schluss haben die Körner gefehlt“, bekannte Wech. Platz vier im Zweier ohne Steuermann und Rang sechs im Vierer ohne Steuermann entsprachen den Erwartungen in dem durch krankheitsbedingten Ausfällen gebeutelten deutschen Riemen-Bereich.

Erfolgreichste Nation des ersten Finaltages war Australien mit zweimal Gold. Den hart umkämpften Skiff-Thron bestieg der Norweger Olaf Tufte. Der Olympiasieger von Athen 2004 verwies den WM-Zweiten Ondrej Synek (Tschechien) und den dreimaligen Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland) auf die Plätze. Das Einer-Finale der Frauen dominierte die Bulgarin Rumjana Nejkowa, die damit die Nachfolge der nicht mehr aktiven Katrin Rutschow-Stomporowski (Berlin) antrat. (dpa)

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