Dortmund - Freiburg 1:0 : Jubeln zum Jubiläum

Dortmund feiert seinen 100. Geburtstag mit einem glücklichen 1:0 über den SC Freiburg.

Die Knalleffekte waren im Dortmunder Stadion dem Showprogramm nach dem Schlusspfiff vorbehalten. Zum 100. Geburtstag schenkte die Dortmunder Borussia ihren Fans ein Feuerwerk und eine Lasershow, die an die größten Triumphe der Vereinsgeschichte erinnerte. Bevor aber das Festkomitee auf dem Fußballplatz die Regie übernahm, trotzten dort die Spieler von Borussia Dortmund dem Frost und dem SC Freiburg. Dank des neunten Saisontores von Lucas Barrios gewann Dortmund die Partie 1:0 und rückte auf Platz vier vor. Der vierte Sieg in Folge verbreitete zwar keinen Glanz, steigerte die Laune der Geburtstagsgesellschaft aber deutlich.

Ein redlich erkämpfter Arbeitssieg passt ja auch nicht so schlecht zum Jubiläum eines Ruhrgebietsklubs. „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir den Erfolg herausgespielt haben“, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Dennoch wollte er nicht allzu sehr frohlocken unter dem Eindruck der festlich-fröhlichen Stimmung um ihn herum. „Ich neige nicht dazu, aus der Emotion heraus große Reden zu schwingen, auch wenn man das von mir glaubt“, sagte er. Sein Kollege gratulierte aus gegebenem Anlass höflich, merkte aber auch an, seine Elf habe sich dem Jubilar gegenüber zu freigiebig gezeigt. „Unser Blumenstrauß ist etwas größer ausgefallen, als wir das vorhatten“, sagte Robin Dutt.

Auf dem holprigen Geläuf kam nur selten ein kultivierter Spielzug zustande, der dann auch noch zu einem so gelungenen Abschluss führte wie ausnahmsweise beim Treffer von Barrios, der eine Flanke des starken Verteidigers Marcel Schmelzer mit dem Kopf ins Tor drückte. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der es beiden Parteien an Durchschlagkraft fehlte. Für niveauvollen Fußball war es zu frostig. „Es waren unglaublich schwierige Bedingungen auf diesem Platz“, sagte Klopp. Richtiger Fußball sei deshalb „nicht möglich“ gewesen. Die Freiburger hielten zwar gut mit, kamen aber nur selten so gefährlich zum Abschluss wie bei Stefan Reisingers Chance, die BVB-Torhüter Roman Weidenfeller kurz nach der Pause vereitelte. „Wir haben im Abschluss die Konsequenz vermissen lassen, die nötig gewesen wäre, um einen Punkt zu holen“, sagte Dutt.

Auf den Rängen hielt sich die Jubiläumsgesellschaft mit dem „BVB-Walzer“ und anderen Gesängen selbst bei Laune. Zur Feier des Tages waren achtzigtausend Menschen in den größten Gefrierschrank der Bundesliga gekommen, in dem Temperaturen von minus zwölf Grad herrschten. „Bei dieser Kälte ist es echte Liebe“, sagte Stadionsprecher Norbert Dickel in Anspielung auf den Slogan der Feierlichkeiten „100 Jahre echte Liebe“.

Aktuelle Bücher zum 100-jährigen Vereinsjubiläum finden Sie auf Seite 19.

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