Dortmund - Fürth 3:1 : BVB läuft sich für Ajax warm

Komm, wir fahren nach Amsterdam: Borussia Dortmund schafft mit dem souveränen 3:1 gegen Aufsteiger Greuther Fürth eine gelungene Generalprobe zur Champions League und feiert Mario Götze in Bestform

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Dortmunds Marcel Schmelzer, Ivan Perisic und Ilkay Gündogan (v. l.) jubeln mit Mario Götze über sein 3:1 gegen Fürth.
Dortmunds Marcel Schmelzer, Ivan Perisic und Ilkay Gündogan (v. l.) jubeln mit Mario Götze über sein 3:1 gegen Fürth.Foto: dpa

In der 66. Spielminute erhoben sich die Besucher in Dortmund von ihren Sitzplätzen, um Mario Götze einen rauschenden Abgang zu verschaffen. Der Nationalspieler hatte die Fans in schwarz und gelb mit seinen Darbietungen verzückt, allein die mitreißenden Dribblings des Ausnahmetalents waren an einem feucht-kalten Herbstnachmittag das Eintrittsgeld wert. Götze war der Garant dafür, dass der Deutsche Meister das Spiel gegen den Aufsteiger vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion souverän mit 3:1 (3:1) gewann.

In der turbulenten Anfangsphase war es allerdings Ivan Perisic, der mit einem Freistoß aus 22 Metern den ersten Aufreger verursachte. Fürths Keeper Max Grün hielt, doch eine Minute später war er geschlagen. Mario Götze war mit dem Ball in den Strafraum gedribbbelt, spielte quer auf Robert Lewandowski, der aus kurzer Distanz nur noch zu vollenden brauchte. Die Gäste aus Franken ließ der Rückstand unbeeindruckt, im Gegenzug glich Zoltan Stieber aus. Meist befanden sich die Spieler von Trainer Mike Büskens in der Defensive, doch wenn sich die Gelegenheit bot, spielten sie weiter couragiert nach vorn.

Die nächsten Wirkungstreffer setzte jedoch der Meister, nach einer Viertelstunde traf erneut Lewandowski. Jakub Blaszczykowski, der nach dreiwöchiger Verletzungspause ein sehenswertes Comeback gab, war im Strafraum von Bernd Nehrig zu Boden gezogen worden, den folgenden Strafstoß verwandelte Lewandowski sicher. Auch der erneute Nackenschlag ließ die Fürther nicht verzagen, in der 39. Minute hatte Sercan Sararer Pech, als sein Schlenzer aus 20 Metern an den Pfosten klatschte. Allzu nachlässig hatte die Borussia in der Rückwärtsbewegung agiert, an der Seitenlinie ermahnte Klopp sein Team lautstark zu mehr Engagement. Mario Götze nahm sich das zu Herzen und sorgte wenige Minuten vor dem Pausenpfiff für den Höhepunkt der ersten Halbzeit. Unwiderstehlich das Solo des Nationalspielers, der die gesamte Fürther Hintermannschaft mit traumwandlerischer Sicherheit austanzte. Die Südtribüne feierte ihren Helden minutenlang. Auch nach dem Seitenwechsel zauberte Götze, doch Grün boxte den Schuss des 20-Jährigen aus der kurzen Ecke.

Kurz danach hatte Götze Feierabend, für ihn kam Marco Reus in die Partie, dem Klopp in all den englischen Wochen eine Verschnaufpause gönnte. Auch seine Kollegen mussten nicht an die Belastungsgrenze gehen. Vier Tage vor dem Champions-League-Auftritt in Amsterdam lautete die Maxime Kräfte sparen und Ergebnis verwalten. Das gelang gegen einen Gegner, der sich redlich mühte, aber im Ruhrgebiet an seine Grenzen stieß.

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