Dortmund - Mainz 2:0 : Dortmund spielt sich ein

Vor dem Hit gegen Real Madrid schlägt der Borussia Dortmund noch eben den FSV Mainz 05 mit 2:0 und macht die Qualifikation für die Champions League perfekt..

Fit für Madrid. Mario Götze (r.) und Borussia Dortmund konnten sich gegen Mainz 05 schon mal für das Halbfinale in der Champions League aufwärmen.
Fit für Madrid. Mario Götze (r.) und Borussia Dortmund konnten sich gegen Mainz 05 schon mal für das Halbfinale in der Champions...Foto: rtr

Dortmund - Halbe Kraft, volle Punktzahl – Borussia Dortmund hat sich mit einem Sieg im Schonmodus auf das Halbfinale in der Champions League gegen Real Madrid eingestimmt. Der frühe Treffer von Marco Reus nach nur 33 Sekunden und das zwölfte Liga-Tor von Robert Lewandowski in Serie sorgten beim 2:0 (1:0) über den FSV Mainz 05 für eine gelungene Generalprobe. Auch ohne Glanz machte die Borussia den erneuten und direkten Einzug in die Champions League perfekt und kann sich auf weitere internationale Highlights in der kommenden Saison freuen. „Das ist ein perfekter Tag - auch weil sich kein Spieler verletzt hat“, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zufrieden.

Schon kurz nach dem Schlusspfiff wurde mehr über Aufgabe gegen Real Madrid als über die Partie gegen Mainz geredet. Nationalverteidiger Mats Hummels schwante, dass am Mittwoch an gleicher Stätte eine deutlich bessere Leistung als beim 2:0 über den FSV vonnöten sein wird: „Mit zunehmender Spielzeit sind wir träger geworden. Wenn uns das gegen Madrid passiert, kriegen wir die Hütte voll. Schon ein paar Mal in dieser Saison sind wir nach einer Führung träge geworden.“

Das frühe 1:0 durch Reus kam dem BVB mit Blick auf das Madrid-Spiel entgegen. Nach einem Zweikampf zwischen dem Mainzer Torhüter Christian Wetklo und Mario Götze war der Nationalspieler zur Stelle und markierte aus 15 Metern seinen zwölften Saisontreffer.

Kurz vor dem Ende der Partie beseitige der 23. Saisontreffer des bis dahin blassen Lewandowski alle Zweifel am fünften Dortmunder Sieg nacheinander. „Unsere Geschichte ist schnell erzählt. Ein frühes und ein spätes Tor – dazwischen ein ordentlicher Auftritt meiner Mannschaft“, kommentierte Gäste-Trainer Thomas Tuchel treffend.

Anders als erwartet wurde kaum ein Dortmunder Profi für das Duell mit Madrid geschont. Bis auf Sebastian Kehl und Sven Bender gab Klopp seiner Mannschaft die Chance, sich einzuspielen. Mit Routine kontrollierte sie die Partie, ließ aber nach starkem Beginn den spielerischen Glanz vergangener Auftritte vermissen.

„Wir haben selten so gut ins Spiel gefunden. Die ersten 20 Minuten waren wirklich klasse“, befand Klopp, „aber danach haben wir den roten Faden aus der Hand gegeben.“ Daraus konnten die Mainzer jedoch kein Kapital schlagen. Zwar fanden sie von Minute zu Minute besser ins Spiel, erspielten sich aber kaum Torchancen. Nur bei einem Zuspiel von Nikita Rukavytsya, das Shawn Parker knapp verpasste, und einem Fernschuss des eingewechselten Adam Szalai wurde es für die Borussia brenzlig.

Nach nur einem Sieg in den vergangenen elf Spielen ist die Europa-League-Qualifikation für die Mannschaft von Thomas Tuchel in weite Ferne gerückt. „Nach drei Niederlagen hintereinander hat sich das Thema erledigt“, klagte Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger angesichts des Sechs-Punkte-Rückstandes auf den Tabellensechsten Eintracht Frankfurt. dpa

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