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Dortmund - Schalke 1:2 : BVB unterliegt dem Erzrivalen Schalke 04

Schalke 04 gewinnt das Revierderby gegen Borussia Dortmund verdient mit 2:1 durch Tore von Ibrahim Afellay und Marco Höger. Meister Dortmund hat nun bereits zwölf Punkt Rückstand auf den Tabellenführer Bayern München.

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Das Horrorszenario für jeden Dortmunder: Eine Niederlage gegen Schalke 04. Foto: afpWeitere Bilder anzeigen
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20.10.2012 20:39Das Horrorszenario für jeden Dortmunder: Eine Niederlage gegen Schalke 04.

Lewis Holtby entledigte sich seines Trikots und schwenkte das blaue Textil wie wild über seinem Kopf, während sich Marco Reus eine Trinkflasche schnappte und gesenkten Hauptes vom Rasen schlich. Die Gefühlslage war klar, Schalke jubelt, während Dortmund leidet. Die Gäste gewannen 141. Auflage des Revierklassikers vor 80.645 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion mit 2:1 (1:0), seit 2010 hatten die Königsblauen die Mutter aller Derbys nicht mehr für sich entscheiden können.
Die Gastgeber mussten die verletzten Blaszczykowski, Götze, Schmelzer und Gündogan ersetzen, Schalkes Trainer Huub Stevens ließ Jermaine Jones auf der Bank. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp reagierte auf die geballte blau-weiße Offensivstärke, indem er Sven Bender aus dem Mittelfeld in den Abwehrverbund zurückgezogen. Er bildete mit Neven Subotic und Mats Hummels eine Dreierkette, vor der sich fünf Mittelfeldspieler bewegten. Eine Systemumstellung, die nicht funktionierte. Nach einer knappen halben Stunde beendete Klopp das Experiment und beorderte Bender weiter nach vorn. Das Experiment war gescheitert, hernach äußerte sich Klopp wohltuend selbstkristisch: "Die Niederlage geht auf meine Kappe, ich wollte der Mannschaft mit der Systemumstellung helfen, aber das hat nicht funktioniert." Schalkes Trainer Huub Stevens zeigte sich "überrascht, dass Dortmund in einer anderen Grundordnung gespielt hat, konnten aber gut darauf reagieren."
Diejenigen, die sich am meisten vom taktischen Manöver aus dem Konzept bringen ließen, waren jedoch die Dortmunder selbst. Als Klopp reagierte, lagen die Schalker bereits vorn, und das völlig verdient, weil sie engagierter und zielgerichteter zu Werke gingen. Den ersten Torschuss des Spiels nutzte Ibrahim Afellay zur Schalker Führung. Der niederländische Nationalspieler nahm eine Flanke von Atsuto Uchida auf und platzierte den Ball an den linken Innenpfosten, von wo er ins Tor sprang.

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20.10.2012 20:39Das Horrorszenario für jeden Dortmunder: Eine Niederlage gegen Schalke 04.

Wer dachte, nun würden die Dortmunder wütend anrennen und das gegnerische Tor belagern, sah sich enttäuscht. Kein Tempowechsel, kein Überraschungsmoment, der Meister agierte merkwürdig gehemmt und blutleer. Klopp, der so gern von Vollgasveranstaltungen spricht, tobte an der Seitenlinie und forderte seine Spieler vehement zu mehr Engagement auf. Es dauerte 37 lange Minuten, ehe Marco Reus der erste Dortmunder Torschuss gelang, doch sein halbherziger Versuch brachte Schalkes Torhüter Lars Unnerstall nicht wirklich in Verlegenheit.

Dortmund hatte nun zwar mehr Spielanteile, wirklich zwingend waren die Bemühungen jedoch nicht. Schalke beschränkte sich darauf, sicher zu stehen und darauf zu vertrauen, durch Farfan oder den enorm spielfreudigen Afellay weitere Nadelstiche zu setzen. Nach dem Seitenwechsel hatte sich der BVB noch nicht sortiert, da hatten die Gäste ein weiteres Mal zugeschlagen. Holtby nutzte einen Dortmunder Ballverlust an der Mittellinie und schickte Marco Höger auf die Reise, der Torhüter Roman Weidenfeller mit einem platzierten Flachschuss keine Chance ließ.


Die Dortmunder schüttelten sich und schlugen zurück. Nach einer Flanke von Reus war Lewandowski mit dem Kopf zur Stelle und markierte den Anschlusstreffer. Sofort war die ?Gelbe Wand?da und trieb die Männer in schwarz-gelb lautstark nach vorn. Reus dribbelte sich in den Strafraum, ließ sich jedoch abdrängen und drosch den Ball ans Außennetz. !Wenn du hier den Anschlusstreffer bekommst", sagte Stevens, "ist es klar, dass es ganz
schwierig wird." Und Dortmunds Manndecker Mats Hummels ergänzte: "Erst in der zweiten Halbzeit war es ein richtiges Derby." Endlich war Feuer im Spiel, das Revierderby wurde nun zum leidenschaftlich geführten Schlagabtausch, in dem die Chancen jedoch weiterhin rar gesät waren. In der 72. Minute war es erneut der wieselflinke Afellay, der den Dortmundern davoneilte, doch dieses Mal bekam Weidenfeller die Hand an den Ball. Es reichte auch so, um einen Erfolg einzufahren, der im Ruhrgebiet seit jeher als besonders wertvoll gefeiert wird.

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