• Dortmund und Leverkusen suchen beim Kampf gegeneinander den Anschluss an den FC Bayern

Sport : Dortmund und Leverkusen suchen beim Kampf gegeneinander den Anschluss an den FC Bayern

Günter Bork

Dem Hohn und Spott der Kiebitze auf dem Trainingsgelände folgte eine Standpauke von Präsident Gerd Niebaum an die Adresse der Fußball-Millionäre von Borussia Dortmund. "Nach dem Kollektiv-Blackout und einer dicken Bauchlandung mit großem Imageverlust befinden wir uns in einer Situation der Schadensbegrenzung", wetterte der Klub-Chef vor dem Bundesliga-Duell der Champions-League-"Versager" heute gegen Bayer Leverkusen. Niebaum forderte von den Fans des Tabellenzweiten eine faire Chance zur Wiedergutmachung nach der 0:1-Pleite bei Boavista Porto und beugte gleichzeitig einer eventuellen Personaldiskussion um Trainer Michael Skibbe vor: "Er ist und bleibt unser Mann."

Der nach fünf sieglosen Pflichtspielen, darunter zwei Heinmniederlagen in Folge, viel kritisierte Trainer stellt sich indes demonstrativ vor sein Team und verwunderte mit der Aussage: "Die Mannschaft war in Porto überengagiert, aber sie ist gefestigt."

Den Beweis kann und muss der BVB im mit 68 600 Zuschauern ausverkauften Westfalenstadion gegen den Verfolger aus Leverkusen erbringen. Allerdings fehlen weitern der verletzte Andreas Möller sowie der gesperrte Brasilianer Dede. Ein Fragzeichen steht noch hinter dem Einsatz von Fredi Bobic (Oberschenkel-Verhärtung) und Stefan Reuter (Bluterguss im Oberschenkel). Victor Ikpaba soll eine neue Chance erhalten.

Die Leverkusener gehen scheinbar gelassener mit dem 0:0 gegen NK Maribor und dem Vorrunden-Aus in der "Königsklasse" um. "Wir schauen nur nach vorn, wollen in Dortmund bestehen und das Glück erzwingen", appellierte Trainer Christoph Daum und dementierte Spekulationen über einen eventuellen Wechsel zu Real Madrid: "Bayer ist mein Traumverein. Wir haben hier schon einiges bewegt und noch eine Menge vor."

Für Misstöne nach der Pleite in der Champions League sorgte nur der gegen Maribor gesperrte Ulf Kirsten, der in Dortmund wieder auflaufen soll. Manager Reiner Calmund ließ den Torjäger vor versammelter Mannschaft stramm stehen: "Er muss sich zuerst fragen, warum er gegen Maribor nicht gespielt hat, dann kann er die ausgelassenen Chancen kritisieren." Nach diesem reinigenden Gewitter gilt nun bei Bayer die Devise, den Kontakt zum Spitzenreiter FC Bayern nicht zu verlieren.

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