Dortmund und Wolfsburg langweilen : Ein 0:0 der weniger schönen Art

Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg trennen sich nach einer unspektakulären Partie torlos. BVB-Trainer Jürgen Klopp ist dementsprechend enttäuscht.

Felix Meininghaus[Dortmund]
Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg
Ein ungelenkes Spiel. Dortmunds Nuri Sahin (l.) und Wolfsburgs Josue (Brasilien).Foto: ddp

Man mag es kaum glauben, doch das mit viel Geld zusammengestellte Ensemble des VfL Wolfsburg wurde in dieser Saison bislang als drittschlechteste Bundesliga-Auswärtsmannschaft geführt. Die Männer aus der Niedersachsen spielen im heimischen Stadion wesentlich erfolgreicher, was ihren Trainer Felix Magath dazu veranlasste, vor der Partie bei Borussia Dortmund ein Foto mit dem Wolfsburger Ortsschild in der Kabine aufzuhängen.

Magath versuchte, seine Spieler mit einem Trick vorzubereiten

Doch so recht funktioniert hat Magaths Illusionsnummer nicht. Wie auch, weder der Spieler Misimovic noch der Kollege Gentner hatten das Schild bemerkt. Magath nahm es mit Humor, „da sieht man mal, wie konzentriert die Jungs sind“. Immerhin half die Konzentration zu einem Punkt: Dortmund und der VfL trennten sich vor 67 100 Zuschauern nach einem müden Spiel 0:0.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte „ein 0:0 der weniger schönen Art“ gesehen, fand aber immer noch Positives am müden Kick: „Immerhin haben wir zum dritten Mal in Folge zu null gespielt. Darauf können wir aufbauen.“

Die Gäste aus Niedersachsen hatten wenig Mühe, torgefährliche Situationen zu vermeiden

Die Gäste aus Niedersachsen hatten wenig Mühe, torgefährliche Situationen zu vermeiden. Ein ansehnliches Spiel wurde es nie, weil den Dortmundern in ihren Offensivbemühungen Raffinesse und Präzision fehlten, während sich die Wolfsburger in erster Linie darauf beschränkten, mit gelegentlichen Kontern für Entlastung zu sorgen. Wesentlich schwungvoller wurde die Vorstellung beider Mannschaften auch nach dem Seitenwechsel nicht. Dortmunds Manndecker Mats Hummels erkämpfte sich den Ball und hob kurz darauf beschwörend die Arme, weil er in der Vorwärtsbewegung keine Anspielstation fand.

Dortmunds Angriff versteckte sich bis zur Unkenntlichkeit, ein Umstand, der auch Klopp nicht verborgen blieb. Der BVB-Trainer reagierte, in der 56. Minute brachte er mit Blaszczykowski seinen schnellsten Mann, der gleich nach seiner Einwechselung auf der rechten Außenbahn für Wirbel sorgte. Doch die besseren Chancen hatte Wolfsburg: Der Italiener Cristian Zaccardo scheiterte nach einem Freistoß nur knapp mit dem Kopf, wenig später prüfte Sascha Riether den Torhüter Roman Weidenfeller mit einem Flachschuss. Am Ende ging es Klopp wie den Dortmunder Zuschauern: „Zufrieden können wir nicht sein, aber mehr hatten wir nicht verdient.“

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