Sport : Dortmunds Bobic jubelt zu sehr - gegen Porto traf der Stürmer gleich zweimal

Mit der "Brechstange" haben sich Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen die Tür zur Zwischenrunde der Champions League einen kleinen Spalt weit geöffnet. Für 90 Minuten Schwerstarbeit an hartem Abwehr-Beton wurden die Westfalen nach dem 3:1 über die "Maurermeister" von Boavista Porto und das Bayer-Team nach dem 2:0 bei NK Maribor mit der ersten Siegprämie von jeweils 1,2 Millionen Mark entlohnt.

Der mühevolle Erfolg der Rheinländer in Slowenien hatte zwei "Helden": Boris Zivkovic und Keeper Adam Matysek. Zunächst traf der kroatische Abwehrspieler Zivkovic mit einem Kopfball (82.), bevor Ulf Kirsten (90.) den Schlusspunkt setzte - und der polnische Torwart in zwei kritischen Situationen den ersten "Dreier" in der Champions League festhielt.

Dem 31 Jahre alten Matysek gelang damit Wiedergutmachung, nachdem Daum ihm vor einer Woche die Schuld am 1:1-Ausgleichstreffer von Lazio Rom gegeben hatte. "Der Trainer hat nicht viel gesagt, wir haben uns aber ausgesprochen. Die Sache ist vom Tisch. Ich werde alles tun, damit wir in der Champions League und in der Bundesliga weit kommen", meinte der sichtlich zufriedene Matysek. "Ich habe immer daran geglaubt, dass wir gewinnen. Wir sind stark genug, immer ein Tor zu machen", sagte Torschütze Kirsten.

Ähnlich selbstbewusst gaben sich die Dortmunder nach dem ersten Europapokal-Heimspiel seit 18 Monaten. Nach erfolgreicher "Maloche" sandte Routinier Jürgen Kohler Grüße an die Konkurrenz. "Es wird in Zukunft schwer sein, uns zu schlagen", verkündete der 33-Jährige und ließ gleich die Begründung folgen: "Die Mannschaft ist unsere neue Stärke."

Mit Geduld, Diziplin und "Schützenkönig" Fredi Bobic, der im fünften Pflichtspiel ohne Niederlage in Folge traf und den zweiten und dritten Dortmunder Treffer erzielte (53. und 65.), gewann Dortmund. Ein Freistoß von Andreas Möller (40.) hatte das 1:0 gebracht, Rui Bento (44.) glich vorübergehend aus. "Das war ein sehr wichtiger Sieg. Er eröffnet uns alle Möglichkeiten auf den Einzug in die Zwischenrunde", sagte der 11,5 Millionen Mark teure "Glücksgriff" Bobic. Die Schmerzen in seiner operierten Schulter durch allzu heftigen Jubel nach dem 2:1 waren ebenso schnell vergessen wie die schweren Beine. "Wir wollten in die Champions League. Jetzt dürfen wir auch nicht über die englischen Wochen jammern", sagte Bobic.

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