Dr. Dollas Diagnose (110) : Was tun bei Frühjahrsmüdigkeit?

Wie haben wir gelitten unter der langen Sonnenscheinlosigkeit in diesem Frühjahr. Der Winter dauerte gefühlt länger als sonst. Nun ist der Frühling da, die Natur sprießt, doch irgendwie fühlen sich einige Menschen müde oder matt. Was hat es mit der Frühjahrsmüdigkeit auf sich?

Dr. Thorsten Dolla
Auch Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel kämpft mitunter gegen die Müdigkeit.
Auch Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel kämpft mitunter gegen die Müdigkeit.Foto: dpa

Viele Menschen fühlen sich tatsächlich für einen gewissen Zeitraum schlapp und müde. Einige sind gereizt und haben häufiger Kopfschmerzen. Diese Symptome können auf eine Frühjahrsmüdigkeit hinweisen. Nicht wenige haben auf dem Weg in den Frühling mit der Zeitumstellung, den längeren helleren Tagen und den zunehmend wärmeren Temperaturen körperliche Anpassungsprobleme.
Die Gefäße erweitern sich bei Wärme, wodurch es zu einem niedrigeren Blutdruck kommt. Zudem ist die Konzentration des Melatonin (Schlafhormon) im Körper nach dem langen dunklen Winter noch unterschiedlich hoch. Das wiederum führt dazu, dass sich bei uns die körperlichen Anpassungsprobleme recht unterschiedlich äußern. Manchen Menschen macht die Frühjahrsmüdigkeit mehr zu schaffen als anderen.

Thorsten Dolla.
Thorsten Dolla.Foto: promo


 Durch zunehmende Sonnenstrahlung werden Hormone umgestellt. Es kommt zur vermehrten Ausschüttung eines Glückshormons (Serotonin), während das Schlafhormon (Melatonin) sich in der Konzentration reduziert. Die genauen Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich weder um eine Krankheit, noch sind diese Symptome eingebildet.


 Um die körperliche Umstellung zu beschleunigen, ist Sport im Freien und regelmäßige Bewegung hilfreich. Weiterhin wird empfohlen, viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und leicht verdauliche Eiweiße in mehreren kleinen Mahlzeiten zu essen. Auch das klassische Wechselduschen wirkt belebend, wobei mit der kalten Dusche aufgehört werden sollte. Bestehen die Beschwerden länger als vier Wochen, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um Krankheiten (zum Beispiel Schilddrüse) auszuschließen.

 

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