Dr. Dollas Diagnose (117) : Was tun gegen Mückenstiche?

Rechtzeitig zum Sommer sind sie wieder da: die Mücken. Wie kann man sich beim Sport gegen die stechenden Insekten wehren? Was schützt am besten vor einem Stich? Und was tun, wenn man gestochen wurde?

Dr. Thorsten Dolla
Mücken auf einem Finger. Foto: dpa
Manch einer fängt schon bei diesem Anblick mit dem Kratzen an.Foto: dpa

Mücken sind Insekten, die mit ihrer stechenden Antenne Blut aus unserem Körper saugen. Dabei ist es unerheblich, ob man süßes Blut hat. Auch das Geschlecht spielt keine Rolle. Mücken werden besonders durch das Kohlendioxid der Atemluft angelockt. Entscheidend ist auch die Duftmischung auf der Haut des Menschen. Bleibt man nach dem Sport stehen, kommen durch die vermehrte Ausatmung des Kohlendioxids auch mehr Mücken. Dann schnell unter die Dusche.

Zur Mückenabwehr gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen hautverträglichen Mitteln. Besonders bekannt sind ätherische Öle wie Zitronengras. Bekannt durch die vietnamesische Küche hat es durch sein spezielles Aroma eine abschreckende Wirkung auf Mücken. Mücken werden aber auch mit chemischen Mitteln (Mückenspray) bekämpft.

Besonders in der Dämmerung sind Mücken auf der Jagd. Dunkle Kleidungsstücke sind für die Mücken besonders anziehend. Also helle Kleidung tragen, die möglichst vollständig den Körper bedeckt. Auch Mückengitter und Gaze vor dem Fenster sind hilfreich. Duftöle, die mit Kerzen verdampft werden, schützen wie Knoblauch nicht vor Mücken. Auch elektronische Mückenabwehrgeräte bringen nichts.

Thorsten Dolla. Foto: promo
Thorsten Dolla.Foto: promo

Kommt es zu einem Mückenstich, hilft Eis am Einstich. Weiterhin hilft Speichel, da dieser Schmerzstiller und Antihistamine beinhaltet. Wenn es immer noch jucken sollte, muss man seine Selbstdisziplin trainieren, damit der Finger nicht am Mückenstich kratzt. Das kann zuweilen einer sportlichen Höchstleistung gleichkommen - zumindest mental.

Der Berliner Orthopäde Dr. Thorsten Dolla, 50, ist seit vielen Jahren in der Sportmedizin tätig. Er war Mannschaftsarzt bei Hertha BSC, beim 1. FC Union und dem Footballteam Berlin Thunder. Beim ISTAF war er bis 2009 leitender Arzt und ist heute Ringarzt beim Boxen. Für Tagesspiegel.de schreibt er regelmäßig über Sportverletzungen und ihre Folgen. Alle Folgen können Sie hier nachlesen.

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