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Dr. Dollas Diagnose (86) : Entzündung der Plantarsehne

12.11.2012 10:22 Uhrvon
In der Euroleague gegen Chalon spielte Brian Randle (r.) noch. Derzeit muss er zuschauen.Bild vergrößern
In der Euroleague gegen Chalon spielte Brian Randle (r.) noch. Derzeit muss er zuschauen. - Foto: dpa

Alba-Profi Brian Randle kann derzeit weder spielen noch trainieren, weil seine Plantarsehne in der Fußsohle entzündet ist. Dr. Thorsten Dolla erklärt in seiner Kolumne, was es mit dieser Verletzung auf sich hat.

Im Bereich der Fußsohle befindet sich eine Sehnenplatte (Plantaraponeurose), die an der Ferse ansetzt und bis Richtung Zehen zieht. Bei einer Überlastung dieser Sehnenplatte an der Einstrahlung (Insertion) in den Fersenknochen kommt es zu einer Reizung und damit zu Beschwerden im Fuß. Stechende Schmerzen bei Belastung (Laufen), aber auch in Ruhe können die Folge sein.

Bei der Untersuchung ist eine deutliche Druckschmerzhaftigkeit, häufig auch mit Schwellung, unter der Ferse vorhanden. Bei anhaltenden Reizungen kommt es zu Mikroverletzungen des Sehnengewebes. Die Folge sind Reparaturprozesse des Körpers, bei denen es zu einer Verknöcherung in der Sehne kommt.

Es bildet sich ein Fersensporn, der im Röntgenbild als spitze Ausziehung des Fersenbeins zu erkennen ist.

Dieser Fersensporn kann aber auch als Zufallsbefund auf einem Röntgenbild zu erkennen sein, ohne dass der Patient über Beschwerden klagt. Untersuchungen ergaben, dass ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung einen Fersensporn haben, dabei aber oft beschwerdefrei sind. Häufig sind die Beschwerden in der Ferse nach wenigen Tagen ohne spezielle Therapie verschwunden. Bestehen Schmerzen über einen längeren Zeitraum, besteht die Gefahr eines chronischen Verlaufs.

Sportmediziner Dr. Thorsten Dolla.Bild vergrößern
Sportmediziner Dr. Thorsten Dolla. - Foto: promo

Die Therapie ist sehr vielfältig. Nach Reduzierung der Belastung ist Kälteapplikation zu empfehlen (Abreibung mit Eiswürfel, kalte Fußbäder). Weiterhin werden orthopädische Einlagen zur Unterstützung des Fußgewölbes nach entsprechender Analyse des Fußes und eine krankengymnastische Übungstherapie mit Dehnung der Waden- und Fußmuskulatur empfohlen. Auch entzündungshemmende Tabletten (Voltaren, Ibuprofen) sind hilfreich. Auch eine Stoßwellentherapie und eine Röntgenreizbestrahlung kann durchgeführt werden.

Der Nutzen von Injektionen an die entzündete Stelle wird kontrovers diskutiert. Häufig wird ein Kortisonpräparat mit einem schmerzhemmenden Mittel gemischt. Das Risiko ist ein Gewebeschaden an der Fußsohle. Auf alle Fälle sind Spritzen an dieser Stelle sehr schmerzhaft. Operative Maßnahmen werden nur noch sehr selten eingesetzt. Besonders bei diesem Krankheitsbild ist Geduld notwendig.

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