Sport : Dramatisches Rennen mit Rettungstat

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Falmouth/Hamburg - Nach einer dramatischen Rettungsaktion während des Ocean Race sind die gefährdeten Segler in Sicherheit. Die zehnköpfige Mannschaft der spanischen Movistar, die rund 300 Seemeilen vor der südenglischen Küste ihre Hochseeyacht verlassen musste, ist am Montag in Falmouth an Land gegangen. Die Mannschaft der ABN Amro Two hatte die Movistar-Besatzung am Sonntag aufgenommen.

Movistar-Skipper Bouwe Bekkings hatte sich angesichts eines erwarteten Sturms mit Windstärke zehn bis elf dazu entschlossen, die Yacht aufzugeben. „Das war die härteste Entscheidung, die ich in meinen Leben getroffen habe“, sagte Bekkings. Seine Crew verdanke der Besatzung der ABN Amro Two ihr Leben. Die HMS Mersey, ein hochseetaugliches Boot der britischen Navy, hatte die ABN Amro Two nach der Rettungsaktion begleitet, wie die Organisatoren des Hochsee-Segelrennens mitteilten.

Zuvor war das Ocean Race von dem Tod des niederländischen Seglers Hans Horrevoets überschattet worden. Der 32-Jährige war bei fünf Meter hohen Wellen und Windstärke sieben von Bord der ABN Amro Two gespült worden. Horrevoets wurde zwar gefunden und an Bord zurückgeholt, alle Wiederbelebungsversuche scheiterten jedoch. Seit dem Freitod des russischen Skippers Alexej Grischenko im Rennen um die Welt 1989/90 hatte es bei dem Segelmarathon keine tödlichen Unfälle mehr gegeben.

Mit ihrem sechsten Etappensieg sicherte sich das niederländische Team ABN Amro One in der Nacht zum Sonntag vorzeitig den Gesamtsieg im Ocean Race. Das vom Argentinier Juan Kouyoumdjian entworfene Boot hatte die Flotte der sieben teilnehmenden Hightech-Yachten seit dem Start des Rennens um die Welt am 5. November 2005 im spanischen Sanxenxo dominiert. Es erreichte die britische Hafenstadt Portsmouth als erstesBoot vor der Yacht Ericsson (Schweden) und der Black Pearl (USA). dpa

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