Sport : Drei Mal Barbarez

Der Hamburger SV schlägt Freiburg mit 4:0

Karsten Doneck

Hamburg - Vor dem Spiel litt Dietmar Beiersdorfer noch unter Sehbeschwerden. „Der Blick auf die Tabelle tut weh“, verkündete der HSV-Sportchef im Stadionheft zum Spiel. Dem Mann konnte geholfen werden. Der Hamburger SV flüchtete durch einen 4:0 (2:0)-Sieg über einen personell geschwächt angereisten SC Freiburg ins beruhigende Tabellenmittelmaß. Die 37 967 Zuschauer in Hamburg staunten besonders über Sergej Barbarez. Der HSV-Torjäger, zuletzt oft ausgepfiffen, schoss im zehnten Saisonspiel seine Saisontore Nummer eins, zwei und drei. Mpenza hatte den HSV in Führung gebracht.

Wenn Fußballer nach Arbeitsintensität bezahlt werden würden, dann hätte auch Richard Golz am Mittwochabend in der AOL-Arena ein kleines Vermögen verdient. Freiburgs Torwart, vor Jahren noch beim HSV, verhinderte mehrfach gegen frei vor ihm auftauchende Hamburgern ein Debakel seiner Mannschaft. Von seinen Vorderleuten wurde Golz schmählich im Stich gelassen. Allerdings musste die Mannschaft von Trainer Volker Finke auch 72 Minuten lang mit nur zehn Mann auskommen. Diarra hatte HSV-Stürmer Takahara gefoult, Schiedsrichter Helmut Fleischer zog für die Notbremse die Rote Karte.

Der HSV spielte zielstrebig, war aber oft unkonzentriert im Abschluss. Dennoch: Es war unter dem neuen Trainer Thomas Doll der zweite Sieg im zweiten Spiel – schmerzlindernd auch für Beiersdorfer.

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