Drei Tore, ein Schütze : Barrios besiegt Nürnberg

Der Dortmunder Stürmer Lucas Barrios erzielt alle drei Tore beim 3:2-Sieg der Borussia über den 1. FC Nürnberg.

Wolfgang Laaß
Borussia Barrios. Der Dortmunder war in Nürnberg nicht zu stoppen.
Borussia Barrios. Der Dortmunder war in Nürnberg nicht zu stoppen.Foto: dpa

Nürnberg - Der Freitagabend und Bochums 0:2 gegen Stuttgart hatte ihnen wieder etwas Mut gemacht in Nürnberg. Jede Niederlage eines direkten Konkurrenten erhöht letztlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Club auch nach dem 8. Mai noch erstklassig ist. Selbst konnte man zur Mission Klassenverbleib zuletzt nicht viel mehr beitragen als guten Willen. So auch gestern, beim 2:3 (1:1) gegen Borussia Dortmund. Der überragende Argentinier Lucas Barrios erzielte dabei alle Dortmunder Tore. „Heute haben wir wieder den Torjäger gesehen, der in ihm steckt“, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, dessen Team exzellente Chancen auf die Teilnahme an der Europa League hat und sich sogar weiterhin Hoffnungen auf die Champions-League-Teilnahme machen kann.

Kräftige Unterstützung bekamen die Dortmunder dabei von den Nürnbergern, die bei den Gegentoren jeweils entscheidend mithalfen. Dass man gegen die Borussia keine Fehler machen und auch Freistöße tunlichst vermeiden sollte, mussten die jungen Nürnberger nach einer knappen halben Stunde erfahren. Nuri Sahin hob den Ball an den hinteren Pfosten, wo Barrios nur seinen Kopf hinhalten musste. Drei Minuten später kam Nürnberg zum überraschenden Ausgleich durch Mike Frantz, den seine Kollegen hinterher beim Jubeln einfangen mussten. Man konnte in diesen Sekunden erahnen, wie gewaltig der Druck derzeit sein muss in Nürnberg, wo der achte Bundesliga-Abstieg einiges zum Einsturz bringen könnte.

Nürnberg drängte nun auf die Führung, passte aber ein weiteres Mal nicht auf. Barrios nutzte eine schlecht gestellte Abseitsfalle zum 1:2 nach einer Stunde. Der Club erholte sich nicht mehr vom erneuten Rückstand; Barrios – wer sonst? – versetzte ihm mit seinem 18. Saisontreffer den vorzeitigen K.o., Eigler schaffte nur noch das 2:3. Wenigstens konnten sich die Franken über andere Ergebnisse freuen, schließlich haben Hannover und Hertha auch wieder verloren. Dennoch wird es eng für die Nürnberger, und Trainer Dieter Hecking glaubt zu wissen, worauf es in den letzten zwei Spielen ankommt: „Die Nerven müssen halten.“ Und zwar besser als gestern. Wolfgang Laaß

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