Sport : Drei Tore in acht Minuten

Hannover 96 gewinnt 4:1 beim 1. FC Köln

-

Köln Uwe Rapolder sehnte sich nach Ruhe. „Ich kann jetzt auch zu weinen anfangen, aber das bringt ja nichts. Ich gehe jetzt nach Hause und muss erstmal die Gedanken sortieren“, sagte der Trainer des 1. FC Köln. Mit drei Toren innerhalb von nur acht Minuten hatte Hannover 96 die Kölner in tiefe Depression gestürzt. Als Albert Streit zu Beginn der zweiten Hälfte den Aufsteiger 1:0 in Führung brachte, war die Welt in Köln noch in Ordnung. Das änderte sich schlagartig, als die Hannoveraner zwischen der 48. und 56. Minute durch Tore von Stajner, Brdaric und Sousa (Foulelfmeter) das Spiel in eine ganz andere Richtung drehten. Brdaric erhöhte mit seinem Saisontreffer Nummer fünf sogar noch zum 4:1 (0:0), dem Endstand.

Hannover 96 (11.) hat den 1. FC Köln (13.) in der Tabelle nun überholt. „Das war schon ein kleines Endspiel für uns“, sagte der zweifache Torschütze Brdaric, „die Mannschaft hat Nervenstärke bewiesen.“ Hannovers Trainer Ewald Lienen, für den die Partie die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte bedeutete, stellte überaus sachlich fest: „Im Verlauf der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel in den Griff bekommen.“

Schon nach schwachen ersten 45 Minuten war für Kölns Trainer Uwe Rapolder der personelle Notstand eingetreten. Der nach dem China-Länderspiel angeschlagene Torjäger Lukas Podolski musste trotz Wadenzerrung aufs Feld. Der Einsatz lohnte sich insofern, als Podolski das 1:0 durch Streit vorbereitete.

Köln hatte Pech, dass nach nur vier Minuten Anthony Lurling nur die Latte traf, geriet aber, als Hannover alle Nervosität ablegte, in Schwierigkeiten. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar