Sport : Dresden hat ihn wieder

Eduard Geyer wird Trainer bei Dynamo

Dresden - Eduard Geyer hat Dresden nie richtig verlassen. Selbst in den Jahren, als er Energie Cottbus in die Bundesliga geführt hatte, blieb der im oberschlesischen Bielitz geborene Trainer seiner eigentlichen Heimat Dresden treu. Als Cottbuser Trainer führte er ein Pendlerleben. Das ändert sich ab sofort. Eduard Geyer soll den Regionalligisten Dynamo Dresden wieder in die Erfolgsspur führen. Der 62-Jährige übernahm gestern das Amt des Tags zuvor entlassenen Norbert Meier. Der ehemalige Cottbuser Bundesligatrainer unterschrieb einen für die 2. und 3. Liga gültigen Vertrag bis 30. Juni 2009.

Eduard Geyer, bis Juli 2007 beim Oberligisten FC Sachsen Leipzig tätig, soll eine Mannschaft formen, die sich am Saisonende für die dritte Profiliga qualifiziert. „Vielleicht schaffen wir noch mehr“, sagte er. Derzeit ist Dynamo nach neun Spielen mit zwölf Punkten und sechs Toren lediglich Tabellenelfter. Für den Sprung in die neue 3. Liga ist mindestens Platz zehn notwendig.

Noch am Dienstagnachmittag bat er die Mannschaft und seinen neuen Assistenten, den bisherigen Amateurtrainer Jan Seifert, zum ersten Training. Am Abend zog sich das Team zur Vorbereitung auf das Heimspiel diesen Mittwoch gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg zum Kennenlernen in ein Hotel zurück. Der großen Erwartungshaltung sei er sich bewusst, als Heilsbringer sehe er sich aber nicht. „Wunder gibt es nicht. Die Mannschaft ist zu mehr in der Lage. Ich hoffe, dass wir das schnell aus ihr herauskitzeln können“, sagte Geyer.

Eduard Geyer kehrt mit seinem Engagement bei Dynamo zu seinen Wurzeln zurück. Beim SC Einheit Dresden hatte er mit dem Fußball begonnen, 1968 wechselte er zu Dynamo. Mit dem Traditionsverein wurde Geyer zwei Mal DDR-Meister und ein Mal Pokalsieger. Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn war Geyer in Dresden zunächst Nachwuchstrainer, ehe er 1986 den Chefposten übernahm. 1989 wurde seine Mannschaft DDR-Meister. Noch im Juli 1989 war er zum letzten Auswahltrainer berufen worden. Fast wäre ihm noch die Qualifikation zur WM 1990 in Italien gelungen. Im September 1990 löste sich die Auswahl auf, Geyer wurde Talentspäher für Schalke 04, ehe er über Siofok (Ungarn), Leipzig und Cottbus nun in Dresden landete. Tsp/dpa

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