Sport : Dresdens 2:0 bleibt ohne Ausschreitungen

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Dresden - Um 17.20 Uhr konnten die Verantwortlichen des Regionalligisten 1.FC Union aufatmen. Ohne größere Auseinandersetzungen mit den Anhängern von Dynamo Dresden hatten die mit zwei Sonderzügen angereisten Union-Fans Sachsen wieder verlassen. „Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen“, sagte Unions Fanbeauftragter Sven Schlensog. Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus, weil die Polizei beide Fangruppierungen strikt voneinander getrennt hatte.

Dresden musste dafür jedoch auf Kosten des Steuerzahlers in einen Ausnahmezustand versetzt werden. Mehrere Straßenzüge wurden extra für die Union- Fans auf ihrem Weg vom Bahnhof zum Rudolf-Harbig-Stadion abgesperrt. Die Berliner, deren Sonderzüge von Berlin-Lichtenberg bis Dresden von Hubschraubern begleitet wurden, ließen sich in Dresden nur einmal von schaulustigen Dynamo-Fans provozieren und zu Würfen mit Plastikflaschen hinreißen.

Im mit 19 103 Zuschauern gefüllten Dresdner Stadion gab es bei Dauerregen keine gewalttätigen Vorkommnisse. Allerdings gab es immer wieder mal die unsäglichen „Juden Berlin“-Rufe aus dem Dynamo-Block.

Fußball wurde übrigens auch gespielt. Dynamo Dresden gewann hochverdient nach Toren von Marco Vorbeck in der 11. und Pavel David in der 50. Minute mit 2:0. „Wir waren nach vorn viel zu harmlos“, sagte Unions Trainer Christian Schreier nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie. „Nun müssen wir am Mittwoch unbedingt das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg gewinnen.“ mko

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