Sport : Dressurreiten: Werth formvollendet auf dem Weg zum Gold

Isabell Werth hat den deutschen Dressurreitern am ersten Tag des Mannschaftswettbewerbs vor den niederländischen Rivalen die Führung beschert. Mit ihrer herausragenden Leistung brachten die dreimalige Olympiasiegerin und ihr Pferd Gigolo am Dienstag in Sydney die deutschen Reiter zugleich dem fünften Goldmedaillen-Gewinn ein Stück näher. Bei teilweise regnerischem Wetter lagen die Deutschen mit 3765 Punkten in Front, mit 3661 Punkten folgten die Niederlande mit Werths langjähriger Rivalin Anky van Grunsven. Abgeschlagene Dritte waren die USA mit 3403 Punkten, so dass die Entscheidung im Mannschaftswettbewerb wohl zwischen Deutschen und Niederländern fallen dürfte.

"Gigolo war in sehr guter Verfassung, er hat für mich gekämpft", sagte die 31-jährige Anwältin Isabell Werth aus Rheinberg. Van Grunsven meinte, vor allem Werth stehe ihrem Traum vom Gewinn einer Goldmedaille im Wege. Werth hatte die Niederländerin 1996 in Atlanta im Einzel sowie mit der Mannschaft und 1992 in Barcelona ebenfalls mit der Mannschaft geschlagen. Van Grunsvens routiniertem Pferd Bonfire waren am Dienstag mehrere Patzer unterlaufen. "Er macht sonst kaum Fehler. Das war völlig überraschend, vielleicht war er unkonzentriert. Aber eine genaue Erklärung habe ich auch nicht", sagte der niederländische Trainer Sjef Jansenn verwundert.

Seit den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles hat die deutsche Dressur-Mannschaft alle Dressur-Wettbewerbe gewonnen. Am Mannschaftswettbewerb sind neun Equipen mit je zwei Reitern beteiligt. Sie nehmen auch am Einzelwettkampf teil, zu denen noch zwölf andere Reiter hinzukommen, deren Länder nicht in der Mannschaft starten. Die Entscheidung im Einzelwettbewerb fällt am Sonnabend.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben