Dritte Liga : Ein Europacupheld kehrt zurück

Wiedersehen im Jahn-Sportpark: Sandhausens Sreto Ristic gelang einst ein denkwürdiges Tor für den 1. FC Union.

Matthias Koch
Ristic
Ristic als Unioner -Foto: dpa

Berlin - Am 20. September 2001 köpfte Sreto Ristic zum 1:1-Endstand beim finnischen Vertreter Haka Valkeakoski ein. Es war vor 1720 Zuschauern im Stadion „Tehtaan kenttä“ eines der bedeutendsten Tore in der Geschichte des 1. FC Union. Ristic hatte bei der Uefa-Cup-Premiere des damaligen Zweitligisten das erste Tor der Berliner im Europacup überhaupt erzielt. Für diesen Wettbewerb hatten sich die Köpenicker durch den Einzug ins DFB-Pokal-Finale 2001 gegen den Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 (0:2) qualifiziert.

Am heutigen Freitag kehrt Europacup held Ristic mit dem SV Sandhausen zum Drittligaspiel beim 1. FC Union (19.30 Uhr, Jahn-Sportpark) zurück. Mit einem Sieg könnte der Gastgeber wieder die Tabellenführung übernehmen. „Ich freue mich sehr auf diese Partie, besonders auf Torhüter Jan Glinker, Mannschaftsleiter Detlef Schneeweiß und Masseur Thomas Riedel“, sagt Ristic.

Auch den Jahn-Sportpark kennt der 32-Jährige sehr gut. Die Europacup-Heimspiele gegen Valkeakoski (3:0) und den bulgarischen Vertreter Litex Lowetsch (0:2) musste Union im Herbst 2001 in Prenzlauer Berg austragen, weil die Alte Försterei für internationale Begegnungen nicht zugelassen war. Die damaligen Zuschauerzahlen von 12 111 beziehungsweise 11 255 Fans konnten die Berliner bei den sieben „Auswärts“-Heimspielen 2008 während des Umbaus der Alten Försterei noch nicht toppen.

Sreto Ristic, der zwischen 2001 und 2004 das Union-Trikot trug, ist mit 82 Einsätzen Rekord-Zweitligaspieler Unions vor Kostadin Widolow (74), Daniel Ernemann (68), Ronny Nikol (66) und Steffen Baumgart (64). Zusammen mit Baumgart führt Ristic mit jeweils 22 Treffern auch die Zweitligatorliste der Köpenicker an. In der Saison 2001/02 traf er 14 Mal. Der 15. Treffer, der ihm eine Extraprämie gebracht hätte, blieb ihm jedoch versagt. Trainer Georgi Wassilew setzte den verletzten, aber spielwilligen Angreifer in den letzten beiden Partien nicht mehr ein. „Das ist Vergangenheit“, sagt Ristic. „Dass die Prämie 100 000 Euro betragen haben soll, stimmt aber nicht.“ 

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