Sport : Dritte Liga? Reicht doch!

Katrin Schulze gratuliert Union zur guten Saison und dem neuen Stadion

Katrin Schulze

Es ist ausgeblieben, das beschworene Fußball-Wunder. 4:0 hätte der 1. FC Union gestern gegen Oberhausen gewinnen müssen, um noch in die Zweite Liga aufzusteigen, gleichzeitig hätte Fortuna Düsseldorf in Erfurt patzen müssen. Am Ende stand eine deutliche Niederlage – aber keine Trauer.

Mehr als 14 000 Fans im Stadion An der Alten Försterei feierten ihr Team nach dem Spiel. Zu Recht. Denn der 1. FC Union hat eine überraschend gute Saison gespielt, hat von der Geschlossenheit der Mannschaft und den guten Neuzugängen profitiert. In der turbulenten Regionalliga Nord, wo sich das obere Feld der Tabelle fast jede Woche neu sortierte, konnten sich die Köpenicker oben festsetzen. Und das, obwohl sie erst 2006 wieder in die Regionalliga aufgestiegen waren, die letzte Saison auf Rang 12 beendeten und in der Rückrunde dieser Spielzeit die Ausfälle von Kapitän Daniel Schulz und Torjäger Dustin Heun verkraften mussten.

Der Erfolg von Union ist aber nicht nur ein Indiz für die kontinuierlich positive Entwicklung des Klubs. Die Saison war auch wegweisend für die Zukunft. Denn die zwischenzeitliche Möglichkeit, in die Zweite Liga aufzusteigen, zwang den Verein und die Stadt dazu, endlich über eine neue Alte Försterei nachzudenken. Nun soll das Stadion saniert werden. Die Diskussion um die alte Heimspielstätte der Unioner zeigte allerdings auch, dass ein Aufstieg für die Köpenicker womöglich zu früh gekommen wäre, dass er Union möglicherweise überfordert hätte.

Mit dem Erreichen der Dritten Liga hat der 1. FC Union sein Saisonziel erreicht. Alles andere wäre nicht nur ein Bonus, sondern auch eine Bürde gewesen. Nächste Saison gibt es die nicht mehr. Dann braucht Union vielleicht auch kein Wunder mehr zu bemühen.

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