Dritte Liga : Wieder ein Eklat beim VfL Osnabrück

Erneut ist was los beim VfL Osnabrück: Diesmal stößt ein eigentlich zuschauender Spieler einen Profi von Gegner Preußen Münster um. Nun droht dem VfL erneut eine Strafe.

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Attacke. Deutlich zu sehen, der Angriff auf den Münsteraner Bischoff.
Attacke. Deutlich zu sehen, der Angriff auf den Münsteraner Bischoff.Foto: dpa/Gentsch

Außerhalb des Stadions ist alles ruhig geblieben am Mittwochabend. Aber drinnen? Auf dem Platz? Nun ja. Das Drittliga-Derby zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster (2:2) war gerade zu Ende gegangen, als ein Zuschauer das Feld stürmte und Münsters Amaury Bischoff unsanft zu Fall brachte. Beim Tathergang gingen die Meinungen zwar auseinander, sie reichten vom harmlosen Schubser bis zur Klitschko-Gedächtnis-Geraden.

Der Täter war allerdings alsbald zweifelsfrei identifiziert. Und wie sich herausstellte, handelte es sich dabei eben nicht um einen empörten Zuschauer, sondern um einen Osnabrücker Spieler in Zivil, namentlich Tom Merkens. Genau jenen jungen Mann also, dem Bischoff im Derby vor zwei Jahren bei einem Foulspiel das Sprunggelenk gebrochen hatte. Nun folgte der Racheakt – schließlich kann Merkens bis heute keinen Fußball spielen. Nach Insider-Informationen soll die Polizei vor Ort das Motiv sogar noch im Stadion ermittelt haben. Glück für Merkens: Bischoff will wohl auf eine Anzeige verzichten, sofern sich Merkens bei ihm persönlich entschuldigt. Ob das tatsächlich so passiert?

Verärgert über diese Szene im Stadion an der Bremer Brücke zeigte sich der VfL Osnabrück. „Spieler, die nicht im Kader stehen, haben auf dem Platz nichts verloren“, schimpfte VfL-Trainer Joe Enochs. Präsident Hermann Queckenstedt bat zudem bei Bischoff um Entschuldigung.

Die Osnabrücker müssen nun erneut mit einer Strafe rechnen. Nach dem Spielabbruch durch einen Feuerzeugwurf im DFB-Pokal gegen RB Leipzig muss der VfL zwei Drittligaspiele fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten. Für das Derby gegen Münster waren wegen vorherigen Ausschreitungen keine Gästefans zugelassen.

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