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Dritter Sieg gegen Oldenburg : Alba Berlin erreicht Halbfinale

Alba hat als zweites Team das Halbfinale in der Basketball-Bundesliga erreicht. Nach Bamberg machten die Berliner mit dem 87:77 (42:40) gegen die Baskets Oldenburg am Freitag ebenfalls einen 3:0-Sieg im Viertelfinale perfekt.

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Clifford Hammonds war mit 16 Punkten Albas bester Schütze.
Clifford Hammonds war mit 16 Punkten Albas bester Schütze.Foto: Imago

Der Albatros war ein wenig grausam. Als das Maskottchen von Alba Berlin in einer Auszeit eine Minute vor Spielende das Feld betrat, feuerte er mit der T-Shirt-Kanone nur Richtung der Berliner Fans, die mitgereisten Oldenburger ignorierte er. So hätten die Gäste zumindest irgendetwas mitnehmen können aus Berlin. Doch so verloren sie auch das dritte Spiel der „Best of Five“-Serie 77:88 (40:42) und sind ausgeschieden. Alba hingegen ist vorzeitig ins Halbfinale der Play-offs eingezogen.

„Es war zwar ein Sweep, aber kein klassisch überdominanter“, sagte Flügelspieler Niels Giffey über die verlustfreie Siegesserie, „am Ende hatten wir einfach die stärkeren Kräfte gehabt.“ Wie in den zwei Partien zuvor war den ersatzgeschwächten Oldenburgern mit zunehmender Spielzeit die Puste ausgegangen. „Wir haben unser Saisonziel erreicht“, sagte Trainer Sasa Obradovic, „also ist es jetzt schon eine gute Saison.“

Ein viertes Spiel am Sonntag in Oldenburg ist damit nicht mehr nötig. Halbfinalgegner der Berliner ist entweder der FC Bayern oder die Skyliners Frankfurt, die Münchner führen in der Serie derzeit 2:1 und könnten sie am Sonntag für sich entscheiden. „Ich würde Bayern bevorzugen, ein attraktiver Gegner“, sagte Obradovic. Die Berliner haben nun eine freie Woche, um sich auf das Semifinale vorzubereiten. „Wir können auf jeden Fall unsere Knochen schonen“, sagte Giffey nach dem 66. Saisonspiel. „Wie sich die Pause auf den Spielrhythmus auswirkt, wird man sehen.“

Reggie Redding warf anfangs nur Backsteine

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls zahlreicher Leistungsträger und des 0:2-Rückstandes ließen sich die Oldenburger vor 12 155 Zuschauern nicht hängen. Von Beginn an hechteten sie jedem Ball hinterher, führten früh 8:4 und 18:15. Doch leisteten sie sich auch zahlreiche Ballverluste, die vor allem Cliff Hammonds zu schnellen Punkten nutzte. Mit zehn seiner insgesamt 16 Punkte führte Albas Topscorer die Berliner zur 21:20-Führung nach dem ersten Viertel. Probleme hatte Hammonds allerdings mit seinem nickeligen Gegenspieler Casper Ware. Der Gästespielmacher erzielte alleine in der ersten Halbzeit 13 Punkte, in der zweiten immerhin noch sieben Zähler. Davon konnte Reggie Redding nur träumen, der einst so sichere Werfer warf anfangs nur Backsteine, wie im Basketball schlechte, erfolglose Würfe heißen. Am Ende hatte er drei seiner zehn Versuche verwandelt. Bis zum Halbfinale sollte Redding seinen Wurf besser wiederfinden. Ohne Redding in Bestform dürfte die nächste Serie deutlich schwieriger werden. Gut in Form zeigten sich hingegen Marko Banic (zwölf Punkte), Leon Radosevic (zwölf Punkte) und Giffey (elf Punkte). Trotzdem konnte sich Alba zur Halbzeit nur auf zwei Punkte absetzen.

Es war ein nickliges Spiel mit vielen Fehlern. Doch die Berliner begingen weniger und verteidigten besser, bis zum Ende des dritten Viertels setzten sie sich auf 60:52 ab, obwohl Jamel McLean zeitweise mit Fersenproblemen aussetzte. Mit zunehmender Spielzeit schwanden aber bei den Oldenburgern wieder einmal die Kraft- und Spielerreserven. Nach einem Dreipunktewurf von Giffey führte Alba schon mit zwölf Punkten Vorsprung. Bei Stand von 79:65 zwei Minuten vor dem Ende durfte sogar Nachwuchsspieler Ismet Akpinar Spielpraxis und zwei Punkte sammeln, da alles entschieden war. Eine Minute vor Spielende nahm Oldenburg sogar tatsächlich noch einmal eine Auszeit, aber der Albatros zeigte sich nicht gnädig mit der T-Shirt-Kanone.

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